Noch keine Wende zu erkennen

Am Montag startet nach den Herbstferien die Schule in Bayern wieder. Dafür wurde nun ein klares Konzept vorgelegt. Außerdem sei im Landkreis noch keine Trendwende zu erkennen.

Noch ist im Landkreis Miesbach keine Trendwende in Sicht

Nach dem Schulgipfel der Bayerischen Staatsregierung steht fest: Die Schulen sollen am Präsenzunterricht festhalten, der 3-Stufen-Plan wird abgeschafft und das örtliche Gesundheitsamt soll Maßnahmen ergreifen, wenn sich das Virus in einer Schule ausbreitet. Die Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen bleibt bestehen. Für den Landkreis Miesbach bedeutet das, dass der eingeschlagene Weg der richtige war und fortgeführt werden kann.

Seit Schuljahresbeginn wiederholt Landrat Olaf von Löwis seine Zielsetzung: Die Schulen müssen so lange es geht offenbleiben. Er wich in diesem Punkt vom 3-Stufen-Plan der Staatsregierung ab, der besagte, dass Klassen bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 geteilt werden müssen, wenn der Abstand von 1,5 Meter zwischen den Schülern nicht eingehalten werden kann. Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts ist jedoch die Maskenpflicht auch am Platz für Schüler aller Jahrgangsstufen. Die Pressesprecherin des Landratsamts Sophie Stadler erklärt:

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Auch wenn seit Schuljahresbeginn etwa 35 Klassen zwischenzeitlich in Quarantäne geschickt werden mussten, ist der Landkreis mit seiner Lösung gut gefahren: Der Präsenzunterricht konnte an allen 47 Schulen aufrechterhalten werden. Es musste bisher keine Schule vollständig geschlossen werden.

Statt des 3-Stufen-Plans soll künftig das Gesundheitsamt entscheiden, ob und welche Maßnahmen an einzelnen Schulen getroffen werden müssen, wenn es dort ein Infektionsgeschehen gibt. Damit die Maßnahmen in allen Landkreisen gleich angeordnet werden, soll es eine verbindliche Handreichung an alle Gesundheitsämter geben. „Diese liegt noch nicht vor, insofern können auch noch keine genauen Angaben zu möglichen Maßnahmen gemacht werden. Fakt ist aber: Der Präsenzunterricht soll auf jeden Fall aufrechterhalten werden“, betont Stadler.

Bezüglich der Quarantäne galt bisher: Alle Schüler in der Klasse eines positiv getesteten Schülers wurden als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft und mussten 14 Tage in Quarantäne. Für Lehrer entschied das Gesundheitsamt Miesbach, dass diese aufgrund der Maskenpflicht auf beiden Seiten nicht mehr in Quarantäne müssen. Ob es zur Quarantäne von Lehrern und Schülern im Nachgang zum Schulgipfel neue Regeln gibt, ist noch nicht bekannt.

Keine Trendwende zu erkennen

Mit Spannung erwarten Lehrer, Eltern und Schüler, aber auch die Koordinierungsgruppe Corona des Landkreises, den Schulstart nach den Herbstferien in der kommenden Woche. Die Herbstferien brachten ein Stück weit Entspannung: Statt 35 Schulklassen und Kita-Gruppen, die vergangenen Freitag noch unter Quarantäne standen, müssen nach jetzigem Stand am Montag nur fünf Klassen und drei Kita-Gruppen zu Hause bleiben. „Diese Angaben sind aber nur eine Momentaufnahme. Es können jederzeit neue Fälle gemeldet werden, die die Situation wieder grundlegend verändern“, so Stadler.

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Für die Kindertagesstätten gilt nach wie vor der 3-Stufen-Plan. Es sei jedoch auch hier davon auszugehen, dass dieser entsprechend dem Vorgehen an den Schulen angepasst wird. Der Landkreis hielt bisher an der Präsenzbetreuung in Kitas fest und möchte davon auch in Zukunft nicht abweichen.

Stand 05.11.2020 / Quelle: Landratsamt Miesbach

Die Inzidenz steigt nach vier Tagen wieder leicht an. Die Ärzte am Gesundheitsamt Miesbach raten dazu, die leicht sinkende bzw. heute leicht steigende Tendenz der letzten Tage noch nicht überzubewerten. „Viel eher ist die Inzidenz im Landkreis bisher ungefähr gleichbleibend. Es ist noch keine Trendwende zu erkennen. Nach der kurzen Verschnaufpause in den Herbstferien muss in den nächsten Wochen durchaus wieder mit Einträgen auch in Schulen und Kitas gerechnet werden“, sagt Stadler abschließend.

Quelle: Landratsamt Miesbach

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