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Nur ein Piekser!

Von Katharina Fitz

Fieber, Husten, weiße Flecken auf der Haut – diese Symptome könnten erste Anzeichen für eine Masern-Infektion sein. Experten raten dringend, sich gegen Masern impfen zu lassen.

Im Landkreis Miebach sind rund 85 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft / Archivbild
Im Landkreis Miebach sind rund 85 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft / Archivbild

Der Gesundheitsexperte des Miesbacher Landratsamtes Dr. Christian Auracher hält eine Impfung gegen Masern für unerlässlich. Die Erkrankung könne sehr schwer verlaufen und teilweise immense Folgeschäden wie beispielsweise eine Gehirnhautentzündung nach sich ziehen. Hinzu kommt, dass die Masern-Erkrankung höchst ansteckend ist.

Die Viren werden nicht nur durch „Tröpfchen-Infektion“ verbreitet, sie halten sich auch in der Luft und gelangen so mühelos von Mensch zu Mensch. Auracher betont, dass die modernen Impfstoffe „sehr gut verträglich“ seien.

Gelegentlich könne es zwar zu den so genannten „Impfmasern“ kommen mit leichtem Fieber und Hautausschlag, doch diese Symptome sind laut Aussage des Robert-Koch-Instituts harmlos und nicht ansteckend.

Zwei Impfungen sichern lebenslangen Schutz

Das ideale Alter für die Erstimpfung gegen Masern liegt bei 11 bis 14 Monaten. Soll das Kind schon früher eine Gemeinschaftseinrichtung besuchen, wie beispielsweise eine Kinderkrippe, kann der Impfstoff auch bereits mit 9 Monaten verabreicht werden.

Ein Maximum an Schutz und zugleich lebenslange Immunität sichert eine Zweitimpfung. Diese erfolgt in der Regel vier Wochen nach der ersten Impfung im Alter von ca. 15 bis 23 Monaten.

Da eine Masern-Infektion auch bei Erwachsenen gravierende gesundheitliche Auswirkungen haben kann, appelliert das Robert-Koch-Institut an alle ungeimpften oder in der Kindheit nur einmal geimpften Personen, die nach 1970 geboren wurden, sich einer einmaligen Standardimpfung gegen den Masern-Erreger zu unterziehen.

Hohe Impfrate im Landkreis

Die Impfung kann jeder Haus- oder Kinderarzt durchführen. Meist handelt es sich um einen Kombiwirkstoff gegen Mumps, Masern und Röteln. Das Landratsamt erklärt:

Die Impfungen werden im Landkreis Miesbach recht gut angenommen.

Nur wenige Eltern hätten die Impfung bisher verpasst. Deshalb habe das Gesundheitsamt seit 2015 bis zum heutigen Tag keine Infektion mit Masern verzeichnet.


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