Nur noch drei Weihnachtsbäume in Rottach-Egern

von Melanie Süss

Weihnachten verbindet man mit Lichterglanz und Romantik. Das wird heuer am Tegernsee wohl etwas abgespeckt. Rottach hat nun die ersten Maßnahmen für die Vorweihnachtszeit beschlossen.

Einer von drei Christbäumen wird im Kurpark in Rottach aufgestellt / Foto: Stefan Schiefer

Viele Menschen blicken in Bezug auf die Energiekrise mit Besorgnis auf die kommenden Wintermonate. Denn Gas und Öl sind knapp. Auch der Strompreis verzeichnet einen deutlichen Anstieg. Rottach will jetzt handeln. Vor allem in der Vorweihnachtszeit wird es da ein bisschen dunkler bleiben.

Die Weihnachtszeit steht bevor und eigentlich kennen wir die Gemeinden am Tegernsee mit viel stimmungsvoller Beleuchtung. Bisher gab es während des Advents acht beleuchtete Weihnachtsbäume in Rottach. Das soll jetzt reduziert werden – auf drei große Bäume. Zu finden sind diese dann in der Kuranlage, am Seeforum und im Ortskern zwischen südlicher und nördlicher Hauptstraße, so Gerhard Hofmann, Geschäftsführer der Gemeinde Rottach-Egern.

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Für das Jahr 2023 sei geplant bei den großen Weihnachtsbäumen auf LED Kerzen umzusteigen, denn LED verbrauche viel weniger Strom. Auch bei den kleinen Bäumchen für Beleuchtung entlang der Straße sei eine Änderung geplant. Man reduziere diese von 180 auf 150 Stück, so der Geschäftsführer.

Grüne zeigen sich zufrieden und kritisch

Damit sind nicht alle zufrieden. “Da hätte man mehr machen können”, sagte Thomas Tomaschek von den Grünen auf Nachfrage. Weiter will Rottach jetzt die rund 200 Straßenlampen innerhalb eines Jahres auf LED Lichter umstellen. “Wir haben mit dem E-Werk gesprochen und die Umsetzung ist schaffbar”, so Hofmann.

Tomaschek ist insgesamt zufrieden mit den Beschlüssen. Die Talgemeinde habe sich mit dem Thema befasst und Vorschläge gebracht. “Wir freuen uns, dass es umgesetzt wurde”. So sei ein Zeichen gesetzt worden. Laut dem Grünen gab es zwei Gegenstimmen. Dabei sei vor allem kritisiert worden, dass für weihnachtliche Stimmung viel Beleuchtung erforderlich sei und es sich ja um einen Touristenort handle.

Zu kritisieren hat der Grüne Abgeordnete allerdings auch selbst etwas – nämlich so manches Verhalten von den Geschäftsleuten. Man sehe immer noch zahlreiche Schaufenster, die nach 22 Uhr beleuchtet sind. Es gebe eine Energiesparverordnung des Bundes, die beleuchtete Schaufenster nach 22 Uhr untersage.

Wir würden uns wünschen, dass in diesem Punkt noch mehr sensibilisiert wird.

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