Alternative zum Tegernseer Parkhaus
Obermüller will in den Untergrund

von Katrin Kronschnabl

Mit dem nahenden Sommer wird auch das Parkplatzproblem in Tegernsee wieder akut. Während jüngst über die Zukunft des Zentralparkplatzes debattiert wurde, rückt nun auch das mögliche Parkhaus am Horn-Grundstück in den Fokus. Die Freien Wähler möchten beide Projekte verbinden – und damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Der Horn-Parkplatz ist fertig saniert. Aber was wird aus dem Parkhaus?
FWG-Sprecher Andreas Obermüller sieht ein Parkhaus am Horn-Parkplatz kritisch.

Wer ist die ewige Suche nach einem Parkplatz in Tegernsee nicht allmählich leid? Die Freien Wähler haben nun eine weitere Alternative in den Raum gestellt – vorausgesetzt, man wird sich einig. So möchte man von seiten der FWG in jedem Fall das mögliche Parkhaus am Horn-Parkplatz verhindern.

FWG-Sprecher Andreas Obermüller erklärte in einer Pressemitteilung, der Neubau eines Parkhauses dürfe erst nach einem plausiblen und objektiven Bedarfsnachweis erfolgen. Zudem müsse man Baukosten und laufende Unterhaltskosten rechtzeitig ermitteln. „Für 80 bis 110 Euro für einen Parkplatz pro Monat wird es nur wenig Nachfrage geben. Ein Draufzahlgeschäft kommt für die FWG nicht in Frage“, stellt Obermüller klar.

Weitere Pläne der Freien Wähler

Er spricht sich eher für die Erweiterung der bestehenden Tiefgarage der Kreissparkasse unter dem Kurgarten aus. Dies hatten die Freien Wähler bereits 2011 vorgeschlagen. Seit wenigen Wochen stellt sich jedoch auch noch eine dritte Alternative.

Sollte anstatt des jetzigen Seehotels ein Neubau entstehen, so glaubt Obermüller, würde dort auch eine Tiefgarage geplant werden. Schließlich müsste eine gewisse Anzahl an Stellplätzen nachgewiesen werden.

Geht es nach Andreas Obermüller, könnte sich die Stadt an den Kosten beteiligen und im Gegenzug ein bestimmtes Kontingent an Stellplätzen für die Öffentlichkeit beanspruchen. Auf diese Weise könnte der von der CSU befürchtete Verlust des Zentralparkplatzes aufgefangen werden. „Dann würden neue Parkplätze genau dort entstehen, wo sie wegfallen“, erklärt der Politiker.


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