O du Fröhliche, O du Leidender …

Fröhliche Weihnachten? Für viele eine Illusion: Das schreibt der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern in einer aktuellen Pressemeldung:

Für viele Familien und Alleinstehende bedeuten die Feiertage besonderen Stress. Foto: Unsplash / Kieran White.

Nicht allen Menschen gelingt es, Weihnachten und den Jahreswechsel voller Liebe, Hoffnung und Zuversicht zu verbringen. Der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern unterstützt Menschen, die an den Feiertagen in eine seelische Notlage geraten.

Bedrückende Weihnachtszeit

Kerzenschein, Plätzchenduft und stimmungsvolle Musik können nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Menschen die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel als bedrückend erleben. Dr. Petra Brandmaier, ärztliche Leiterin des Krisendienstes, ist es daher ein besonderes Anliegen, die Stigmatisierung psychischer Belastungen zu durchbrechen. „Längst nicht für alle Menschen bedeuten die bevorstehenden Feiertage ein friedliches und harmonisches Zusammensein mit der Familie und nahestehenden Menschen. Es braucht Offenheit und Verständnis für die tatsächlichen Herausforderungen der Weihnachtszeit und des Jahreswechsels“, so Brandmaier. Denn jeder Mensch erlebe die Feiertage anders und bei ungünstigen Lebensumständen und gesundheitlichen Belastungen auch bedrückend und bedrückend. „Einsamkeit, Verlust, Traumatisierungen durch Gewalt- und Fluchterfahrungen, finanzielle Schwierigkeiten und familiäre Konflikte können die Festtagsstimmung trüben, bestehende Probleme verstärken und psychische Krisen auslösen.“

Krisendienst Psychiatrie Oberbayern.

Die Leitstelle ist rund um die Uhr erreichbar:Tel: 0800 / 655 3000. Auch die mobilen Einsatzteams sind rund um die Uhr in Bereitschaft. Dank des Übersetzungsdienstes kann der Krisendienst seit 2023 in 120 Sprachen beraten – darunter auch sehr seltene Idiome Liste der Sprachen. Ruft eine Person an, die kein Deutsch spricht, kann die Leitstelle innerhalb von 90 Sekunden eine muttersprachliche Beratung anbieten.

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Rechtzeitig Hilfe suchen

Anna Moosheimer ist als Krisendienst-Gebietskoordinatorin im Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sowie für weiter Regionen zuständig für die mobilen Einsatzteams. Sie sagt: „Wichtig ist zu akzeptieren, dass es okay ist, nicht immer in festlicher Stimmung zu sein, und dass die Suche nach Hilfe ein mutiger und wichtiger Schritt ist. Unsere multiprofessionellen Teams stehen bereit, um Menschen in schwierigen Zeiten bei Bedarf auch persönlich beizustehen.“ Auch Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger setzt sich dafür ein, Menschen dabei zu unterstützen, die Feiertage mit mehr Achtsamkeit und Verständnis für ihre eigene mentale Gesundheit zu erleben. „Ich ermutige alle dazu, sich rechtzeitig Hilfe zu suchen und sich bewusst zu machen, dass sie nicht allein sind. Gemeinsam können wir eine Atmosphäre schaffen, die nicht nur festlich, sondern auch einfühlsam und unterstützend ist. Denn wahre Festlichkeit liegt in der Fürsorge füreinander.“

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