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Barfußlaufen im Winter – gesund oder gefährlich?

Ohne Schuhe durch die Kälte

Von Extern

Die gesundheitlichen Vorteile des Barfußlaufens sind bekannt: Es stärkt die Fußmuskulatur, entspannt und erdet. Verschiedene Untergründe unter dem Fuß zu spüren sorgt dafür, dass wir uns mit der Natur verbundener fühlen und präsenter durchs Leben gehen. Im Frühling und Sommer ist das kein Problem. Was macht man aber, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen? Ist es in diesem Fall nicht sogar gesundheitsschädlich, barfuß unterwegs zu sein? Tatsächlich kommt es ganz auf die Vorbereitung an.

Gesundheitliche Vorteile des Barfußlaufens

Schuhe sind eine „Erfindung“ der Moderne. Davor waren wir Menschen Jahrtausende lang barfuß unterwegs – ohne Rückenschmerzen oder Plattfüße davon zu bekommen. Vor allem in Großstädten ist es kaum vorstellbar, ohne Schuhwerk zu gehen. Das ist schade, denn der ganze Körper profitiert, wenn wir öfter barfuß unterwegs sind.

Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur, da das Fußgewölbe beweglich bleibt. Auf diese Weise können die Muskeln der Füße wieder lernen, die Belastung unseres Körpergewichtes abzufedern und auszugleichen. Mit der Zeit entsteht so ein natürlicher und effizienter Laufstil. Auch die Körperhaltung verbessert sich merklich, wenn wir stabil und sicher auf unseren Füßen stehen. Durch das Barfußlaufen lässt sich sogar Fußfehlstellungen wie Hallux valgus vorbeugen. Dieser Schiefstand der Großzehen ist oft erblich bedingt, kann jedoch durch rechtzeitig durchgeführte Maßnahmen gelindert oder sogar verhindert werden.

Barfuß durch den Schnee

Wer kalte Füße hat, ist anfälliger für eine Erkältung – das ist gemeinhin bekannt. Somit müssten eigentlich durch das Barfußlaufen im Winter zusätzliche gesundheitliche Risiken entstehen. Dennoch gibt es Menschen, die überzeugt davon sind, ihr Immunsystem auf diese Weise zu stärken. Wie passt das zusammen? Tatsächlich ist das Barfußgehen bei Eis und Kälte nichts für Ungeübte. Selbst passionierte Barfußgänger, die ihren Körper gut kennen, müssen sehr achtsam mit der eigenen Gesundheit sein. In Maßen kann es jedoch den Stoffwechsel anregen und durch Abhärtung – ähnlich wie kalte Duschen – das Immunsystem unterstützen.

Hierbei ist es wichtig, sich nicht zu überfordern, sondern es auf kurzen Strecken langsam angehen zu lassen. Stundenlange Märsche sind nicht empfehlenswert – kurze Abstecher in den Supermarkt, zur Mülltonne oder zum Briefkasten sind aber unbedenklich. Wenn Sie merken, dass Ihnen diese Touren gut bekommen, können Sie die Strecken allmählich ausweiten. Dabei ist es wichtig, sich warm anzuziehen. Beim Frieren wird Wärme zuallererst aus den Extremitäten – den Händen, Füßen, Armen, Beinen – entzogen. So schützt der Organismus die überlebenswichtigen Organe. Gleichzeitig führt es jedoch zu Durchblutungsstörungen der Füße, wodurch die Gefahr von Erfrierungen steigt. Die Füße sollten jederzeit rötlich und gut durchblutet aussehen – wenn das nicht mehr der Fall ist, ist es Zeit, sofort ins Warme zu gehen. Wer sich nicht überfordert und seine Füße ausreichend pflegt, kann jedoch durch Barfußgehen langfristig die Temperaturregulierung seines Körpers fördern.

Barfußschuhe für den Winter

Auch wenn Barfußlaufen selbst im Winter guttun kann, ist es doch eher etwas für Hartgesottene. Zur körperlichen Herausforderung kommen außerdem verwunderte, ungläubige und gar entsetzte Blicke anderer Menschen hinzu, denen sich nicht jeder aussetzen möchte. Als Alternative können Sie stattdessen zu speziellen Barfußschuhen greifen. Diese haben eine besonders breite Passform und eine dünne Sohle, sodass das Barfuß-Gefühl erhalten bleibt. Dies hat zum einen optische Vorteile: Barfuß- oder Minimalschuhe können problemlos auch zu seriöseren Anlässen, auf der Arbeit oder zum Vorstellungsgespräch getragen werden.

Zum anderen gibt es Modelle, die innen gefüttert sind. Insbesondere wenn Sie länger unterwegs sind, kann die Kälte Ihnen so nichts mehr anhaben. Aber auch ohne Fütterung werden Sie bemerken, dass Sie in den Minimalschuhen weniger frieren. Dadurch, dass die Fußmuskulatur beim Laufen ständig in Bewegung bleibt, wird automatisch Wärme erzeugt. Barfußlaufen ist also nicht nur etwas für Hippies: Selbst der Mitte der Gesellschaft hilft es, ein Stückweit zurück zur Natur zu finden.


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