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Otterfing hat’s nicht nötig

Von Redaktion

Wie es scheint, geht Otterfing lieber einen Schritt zurück, als vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden im Landkreis ist der Gemeinderat der Meinung „Einen Hotspot braucht’s nicht“.

Otterfing braucht keine Free WiFi Zone - das denkt jedenfalls der Gemeinderat
Otterfing braucht keine Free WiFi Zone – das denkt jedenfalls der Gemeinderat

Mit der Unterzeichnung der Breitbandausbauverträge am 27. September 2016 zwischen der Deutschen Telekom und der Gemeinde Otterfing ist Otterfing dem schnellen Internet wieder einen Schritt näher gekommen. Bis Ende 2017 werden 692 Haushalten Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s, in einzelnen Ausbaugebieten sogar bis zu 200 Mbit/s, zur Verfügung stehen. Auch der Zuwendungsbescheid der Regierung von Oberbayern liegt vor: Bei einer Gesamtfinanzierung von 109.000 Euro wurde eine Zuwendung von 86.000 Euro bewilligt.

Der nächste Schritt ist nun die Feinplanung für den Ausbau – die Verlegung der Kabel, Aufstellen der Multifunktionsgehäuse und die Beauftragung der Tiefbaumaßnahmen. Wichtig war dem Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag dabei, dass die Verbraucher beim Abschluss ihrer Nutzungsverträge dennoch eine freie Anbieterwahl haben. Das heißt, sie sind nicht an die Deutsche Telekom gebunden.

Otterfing hat’s nicht nötig

Schnell abgehandelt war allerdings das Thema Hotspots in Otterfing. Nachdem gleich mehrere Gemeinderatsmitglieder deutliche Worte fanden, dass weder eine touristische Notwendigkeit noch ein Ortskern mit stark frequentierten öffentlichen Treffpunkten bestünde, wurde das Projekt mit nur einer Gegenstimme abgelehnt. „Wer in Otterfing braucht einen solchen Hotspot?“, fragte Max Ruf (SPD) in die Runde.

Stefan Burgmahr (FW) blies ins gleiche Horn. Mit großem Aufwand schirme die Gemeinde die Schule vor Mobilfunkstrahlung ab und wolle dann den Aufbau eines Wlan-Netzes fördern. Das passe für ihn nicht zusammen. „Und generell hängt man eh viel zu lange an diesen Dingern. Das muss die Gemeinde nicht noch fördern“, meinte er weiter. Einzig Thomas Hogger (Grüne) sprach sich für einen Otterfinger Hotspot aus.

Eine etwas überraschende Haltung, wenn man sich die Bemühungen der anderen Gemeinden im Landkreis anschaut. In Weyarn zum Beispiel, gibt es seit einem halben Jahr einen öffentlichen und kostenlosen Internetzugriff. Vor allem Touristen und Asylbewerber freuen sich darüber. „Wir wollen eine gute Infrastruktur für unsere Gäste und Bürger“ erklärte Bürgermeister Leonhard Wöhr damals. Fraglich, was Otterfing will. Bürger, denen die Mittel für einen eigenen Anschluss fehlen, beispielsweise Asylbewerber oder Senioren, bleiben da wohl auf der Strecke.

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