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Ungewisse Zukunft des Tegernseer Traditionshotels

Pächter verhindern Schließung des Seehotels

Von Redaktion

Das Seehotel zur Post in Tegernsee sollte eigentlich vergangenen Herbst schließen. Dem Personal wurde wegen der ungewissen Zukunft gekündigt. Doch das Hotel wird noch immer von den selben Pächtern betrieben. Wie geht es weiter?

Ungewisse Zukunft für das Seehotel zur Post in Tegernsee. / Bild: Hubert von G.

Wie berichtet, lief am 15. November 2017 der Pachtvertrag mit den bisherigen Betreibern des Seehotels zur Post, Brigitte und Eduard Zech, aus. 27 Jahre lang sorgten die beiden für den Fortbestand des bekannten Hauses im Tegernseer Ortszentrum. Doch nach Auslaufen des Pachtvertrags wollten sich die Zechs eigentlich zur Ruhe setzen. Weil sie zum damaligen Zeitpunkt nicht wussten, wie es mit dem Traditionshotel passiert, kündigten sie dem gesamten Personal.

Und doch stehen die Zechs auch heute noch jeden Tag an der Rezeption. Wie der 70-jährige Eduard Zech gegenüber dem Merkur erklärt: „Im April haben wir eine Verlängerung des Pachtvertrags unterschrieben. Denn wir bringen es nicht übers Herz, dass das Haus leer steht.“ Das bereits gekündigte Personal konnte er ebenfalls wieder zurückholen: „Einer verließ sogar seinen neuen Job in Schottland.“

Guggemoos, Bastenhaus – Seehotel zur Post?

Doch das Team wurde aufgrund des eingeschränkten Betriebs auf 15 Leute reduziert. „Weil wir ja eigentlich aufgehört hatten, haben wir uns nicht mehr um Buchungen gekümmert“, so Zech. Das Ehepaar sorgt zwar derzeit für den Erhalt des Traditionshotels, doch von ihren Ruhestandsplänen haben sie sich nicht verabschiedet. Im November läuft der Pachtvertrag wieder aus. Bis dahin wollen die Zechs einen neuen Betreiber finden.

Doch dazu wäre eine Grundsanierung nötig. Die Besitzerin Lola Pierburg müsste das in die Jahre gekommene Haus renovieren – und das könnte teuer werden. Pierburgs Eltern, Thea und Anton Schneider, kauften das Haus in Tegernsee in den 1930er-Jahren. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte das Gebäude eine beachtliche Geschichte hinter sich. 1973 übernahm es dann das Ehepaar Zech.

„Wenn die Sanierung zu teuer wird, dann werden wir uns einen Partner suchen und das Hotel mit ihm abreißen und neu bauen“, erklärte Pierburg bereits vergangenen September. Sollte sich bis diesen November kein neuer Pächter finden, werde das Hotel vermutlich leer stehen. „Das würde mir zwar leid tun für Tegernsee, aber wir wären ja nicht der einzige Leerstand. Das Guggemos und das Bastenhaus sind ja auch noch da,“ so Pierburg gegenüber dem Merkur. Die Zukunft des Seehotels zur Post bleibt also weiterhin ungewiss.


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