Pferdepark geschlossen – und jetzt?

Von Nina Häußinger

Im Sommer sorgte der neu eröffnete Pferdepark in Hartpenning für Aufregung im Ort. Nicht nur die Bürger waren gegen so manche Neuerung. Auch das Landratsamt hatte Einwände. Jetzt hat der Park geschlossen. Und der Betreiber steht erneut vor einer ungewissen Zukunft.

Der Pferdepark in Hartpenning hat wieder geschlossen - im Dezember wird nochmal entschieden, wie es weiter geht / Archivbild
Der Pferdepark in Hartpenning hat wieder geschlossen – im Dezember wird nochmal entschieden, wie es weiter geht / Archivbild

Seit August ist es ruhiger geworden, um den neu eröffneten Pferdepark in Hartpenning. Der Hof habe zwar noch ganz normal geöffnet – den Pferdepark aber habe er schließen müssen, bestätigt Betreiber Egon Kaiser. Grund dafür waren nicht erfüllte Auflagen des Landratsamts.

Erst Ende Juli hatte Kaiser seinen Traum von einer Art Freizeitpark für pferdenarrische Kinder erfüllt. Doch er scheint sich auch weiterhin nicht an die Abmachungen gehalten zu haben. Schon vor der Eröffnung hatte er mit vehementem Widerstand aus dem Ort zu kämpfen. Die Nachbarn hatten Angst vor zu viel Durchfahrtsverkehr und Ausflüglern.

Anfang Dezember wird geprüft

Für das Landratsamt war schnell klar – wenn Kaiser die Auflagen nicht innerhalb der nächsten Wochen erfüllt, droht Bußgeld oder die Schließung. Jetzt sind die Schotten dicht. Der Pressesprecher des Landratsamts Birger Nemitz erklärt die aktuelle Lage:

Dem Betreiber des Pferdeparks wurden bestimmte Auflagen gemacht, die spätestens bis Ende des Monats November 2016 zu erfüllen sind. Unter anderem schließt dies Rückbauten ein. Anfang Dezember werden wir das dann vor Ort kontrollieren.

Und Auflagen hat Kaiser einige zu erfüllen. Dazu gehören unter anderem die Reduzierung von Hinweisschildern, der Rückbau des Parkplatzes und die Entfernung des Wohnwagens, sobald das Betriebsleiterhaus fertiggestellt ist. Außerdem ist der Spielplatz im Osten des Geländes nicht zulässig, Kutschfahrten dürfen nur im Rahmen des Lehrbetriebs angeboten werden und auch der Streichelzoo darf kein offizielles Angebot des Pferdeparks sein.

Der Betreiber Egon Kaiser will sich mittlerweile nicht mehr zur aktuellen Lage äußern
Der Betreiber Egon Kaiser will sich mittlerweile nicht mehr zur aktuellen Lage äußern

Kaiser selbst will keine weiteren Auskünfte mehr über seinen Pferdepark machen. Immer wieder hatte er betont, dass er sich keiner Schuld bewusst sei. Sein Ziel sei es immer gewesen neben der Pferdezucht und der Pension – die Haupteinnahmequellen des Parks – mit Reitkursen, Kutschfahrten und Reitpädagogen Kinder spielerisch an das Pferd heranzuführen.

Ob er diesen Plan nun endlich verwirklichen kann, wird sich im Dezember zeigen, wenn das Landratsamt die Prüfung vor Ort durchgeführt hat.


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