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Reiterstaffel ermittelt weiterhin im „Fall: Warngau“

Pferdeschlitzer oder Weideunfall?

Von Cornelia Schramm

Im Juni erreichte Pferdefreunde im ganzen Landkreis die erschreckende Nachricht: in Warngau wurde eine Stute scheinbar mit einem Messer so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Ermittelt wird noch immer. Doch die Frage „handelt es sich dabei tatsächlich um eine Straftat?“ bleibt weiter unbeantwortet.

Die Ermittlungen laufen derzeit noch auf Hochtouren: handelt es sich bei dem tragischen Vorfall in Warngau tatsächlich um kranke Tierschänderei?
Die Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren: Handelt es sich bei dem tragischen Vorfall in Warngau tatsächlich um kranke Tierschänderei? Foto/Archiv

Auf einer Koppel in Warngau wurde im vergangenen Juni eine Stute schwer verletzt vorgefunden. Der alarmierten Tierärztin von der Pferdepraxis Oberland blieb aufgrund der schweren Verletzungen im Genitalbereich keine andere Wahl: Sie musste die Stute einschläfern. Via Facebook-Post warnte sie Pferdefreunde im ganzen Oberland: „Es besteht der dringende Verdacht, dass sich ein Mensch an der Stute vergangen hat.“

Die „brave, alte Stute“ soll von einem, bislang noch immer, Unbekannten mit einem Messer im Scheidenbereich derart zugerichtet worden sein, dass ihr nicht mehr geholfen werden konnte. Koppelbesitzer waren in Alarmbereitschaft. Viele von ihnen patrouillierten aus Angst um ihre Tiere entlang der Weiden oder die Pferde mussten über Nacht im abgeschlossenen Stall bleiben.

Ermittlungen laufen in alle Richtungen

Auch bei der Polizei ging man zunächst von Tierschänderei aus. Robert Staber, Reiter bei der Polizeidirektion Rosenheim, lässt der Fall, der sich schon vor fast drei Monaten zugetragen hat nicht los. „Unsere Untersuchungen sind noch immer in vollem Gange“, erklärt er als zuständiger Ermittler. Dabei hat man auch mit anderen Veterinären zusammengearbeitet, die auch eine „Weideverletzung“ im Warngauer Fall nicht ausschließen.

„Die rossige Zeit der Stuten darf nicht unterschätzt werden“, weiß Staber. Stuten würden sich dann auch oftmals beispielsweise an einem Weidezaun selbst verletzen oder von anderen Pferden gebissen werden. Dennoch könne er nach wie vor auch die mutmaßliche „kranke Straftat“ nicht ausschließen – zumal die Weide in Warngau äußert gepflegt ist. „Wir ermitteln noch in alle Richtungen“, berichtet Staber.

Neue Erkenntnisse für Ende September erwartet

Auf der Rosenheimer Reiterstaffel hat man sich bereits mit Beamten im Allgäu kurzgeschlossen, berichtet er auf Nachfrage. Hier hatte sich vor einigen Jahren eine Serie von Pferdeschändungen ereignet. Die Verletzungen dieser Pferde waren ähnlich denen der Warngauer Stute. Im März dieses Jahres schlug im Ostallgäu dann erneut ein Tierquäler zu.

Eine Verbindung konnte zwischen den Fällen jedoch bisher nicht hergestellt werden. Auch, ob die Fotos von zwei mutmaßlichen Verdächtigen, die im Juni von einer Koppelbesitzerin in Otterfing gemacht wurden, mit der Tat in Zusammenhang stehen, sei noch unklar. Erst Ende September rechnet der ermittelnde Polizeireiter Staber mit neuen Erkenntnissen.

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