Otterfing entscheidet über Förderung von Asylbewerbern
PIA polarisiert …

von Laura Lorefice

Schon vor einem Jahr wurde im Landkreis Miesbach der Pakt für Integration und Arbeit (PIA) ins Leben gerufen. Nun tritt auch Otterfing bei. Doch nicht alle Gemeinderäte unterstützen diese Entscheidung.

Auch Otterfing möchte anerkannten Flüchtlingen beim Start in die Arbeitswelt helfen.
Auch Otterfing möchte anerkannten Flüchtlingen beim Start in die Arbeitswelt helfen. /Quelle: kofa.de

Zur Beschäftigung von Asylbewerbern wurde im Mai 2015 im Landkreis Miesbach ein “Pakt für Integration und Arbeit (PIA)” initiiert. Bei dem Projekt geht es in erster Linie darum, anerkannten Asylbewerbern eine Beschäftigung zu bieten. Der Förderverein vermittelt diese dann an Unternehmen, die Ausbildung- oder Praktikaplätze zu vergeben haben.

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Gegründet wurde der Verein von Max Niedermeier, Integrationsbeauftragter des Landkreises, Franz Lutje, Caritas-Ehrenamtskoordinator und Holzkirchens Bürgerstiftungsvorsitzender Frank Strathmann. Nach und nach werden nun alle Gemeinderäte darüber entscheiden, ob sie dem Verein beitreten und das Projekt somit unterstützen. 200 Euro im Jahr werden dann zum Solidarpakt beigesteuert.

Mindestbeitrag sorgt für Diskussionen

Jetzt hat auch Otterfing in seiner letzten Sitzung entschieden, dem Förderverein beizutreten. Derzeit sind circa 90 Asylbewerber im Ort untergebracht, schon alleine deswegen wäre die Entscheidung “nicht ganz so verkehrt”, betonte Bürgermeister Jakob Eglseder.

Doch nicht alle Gemeinderäte waren von dem Beitritt überzeugt. Stefan Burgmayr (FWG) finde es “unverschämt” auf der Suche nach Spenden einen Mindestbeitrag zu formulieren. Das fand auch Max Ruf (SPD) ein wenig dreist: ” Für die Vermittlung von Praktika gibt es schließlich die Arbeitsagenturen”. Letzten Endes konnte man sich jedoch einigen und entschied sich mit einer 13:4-Mehrheit im Rat für einen Beitritt.

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