Neue Regelungen bevorzugen Gmunder Kinder
Pius-Kinderhort platzt aus allen Nähten

von Nicole Posztos

Seit 1926 gibt es den Pius-Kindergarten. Vor genau 20 Jahren übernahm die Gemeinde Gmund die Trägerschaft. Sie renovierte und erweiterte die Einrichtung. So entstand auch im gleichen Haus der Kinderhort, in dem Schulkinder pädagogisch betreut werden.

Diese Einrichtung platzt derzeit jedoch aus allen Nähten, wie es Geschäftleiter Alfons Besel in der letzten Gemeinderatssitzung formulierte. Kurzerhand beschlossen die Räte eine neue Satzung, in der klar geregelt ist, welches Kind aufgenommen wird und welches nicht.

Der Pius-Kinderhort an der Bichlmayerstraße in Gmund

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Schon vor der Neuregelung war in der Satzung des Kinderhortes festgeschrieben, dass Gmunder Kinder bevorzugt einen Platz bekommen. Das ist derzeit auch bei 33 der 34 betreuten Kindern so, wie uns die Pius-Heimleiterin Sabine Hildenbrand erklärt. Die hohe Anzahl der Kinder führt dazu, dass die Betreuung in zwei Gruppen aufgeteilt werden musste.

Neu ist seit dem Beschluss des Gemeinderates, dass die Einrichtung darüber hinaus eine klare Handhabe bei eingehenden Bewerbungen um Plätze hat. “Es liegen sehr viele Anmeldungen vor”, sagt Hildenbrand und ergänzt: “Die Nachfrage überschreitet unser Angebot.”

Laut der Leiterin ist nun neben der Gemeindezugehörigkeit auch klar festgelegt, dass “Jüngere vor Älteren bevorzugt werden”. Soll heißen: Grundschüler von der ersten bis zur vierten Klasse bekommen eher einen Platz als Fünft- oder Höherklässler. Grundschüler brauchen laut Hildenbrand mehr Betreuung als Hauptschüler. Letztere hätten auch die Möglichkeit, bei “normalen” Nachmittagsbetreuungen unterzukommen.

Außerdem regelt die Satzung neuerdings, dass von den Eltern Nachweise erbracht werden müssen, dass sie auch tatsächlich einer Berufstätigkeit nachgehen. “Hier hatten wir bisher noch keine klare Regelung”, so die Leiterin.

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