Skurrile Geschichte in Holzkirchen

Polizei legt toten Kater in Wald ab

In Holzkirchen wird ein Kater überfahren, eine Frau beobachtet, dass zwei Polizisten das tote Tier mitnehmen. Doch dann wird’s skurril.

Die Holzkirchner Polizei hat einen toten Kater einfach in den Wald gebracht / Symbolbild

Am Neujahrstag wurde ein Kater beim Tierschutzverein Holzkirchen als vermisst gemeldet. Die Besitzer – eine Familie aus Holzkirchen – ließen Plakate drucken und suchten das vermisste Tier. Bereits am nächsten Tag dann die traurige Nachricht: Der Kater ist tot. Laut einem Schreiben von Barbara Meder, Vorsitzende des Tierschutzvereins Holzkirchen, wurde er „vor den Augen einer Zeugin, die das Suchplakat gelesen hatte, überfahren“. Diese Zeugin erzählte außerdem, eine vorbeifahrende Polizeistreife habe das tote Tier mitgenommen.

Harte Vorwürfe vom Tierschutzverein Holzkirchen

Als sich die Besitzer des Katers bei der Holzkirchner Polizei meldeten, um den Kater für eine Bestattung mit nach Hause zu nehmen, sei ihnen aber die Herausgabe des Tieres verweigert worden, heißt es im Schreiben des Tierschutzvereins. „Wo sich dieser befindet, wollte die Polizei nicht sagen. Allerdings wurde der Familie ein Bild der Katzenleiche gezeigt“, schreibt Meder.
Erst nach intensivem Nachhaken der Familie soll die Polizei ausgesagt haben, dass der Kater bei einem Konfiskatraum in Bad Wiessee abgegeben wurde.

Die Besitzer riefen dann, auf Rat des Tierschutzverein Holzkirchens hin, beim Konfiskatraum der VIVO in Warngau und des Wertstoffhofs in Bad Wiessee an. An beiden Stellen wurde der Kater allerdings nicht abgegeben. Das ließ bei der „völlig fassungslosen Familie“, wie es in der Pressemeldung heißt, nur noch mehr Fragen aufkommen. Denn das tote Tier sei „in diesem Fall ein Beweismittel und muss natürlich, wenn es nicht mehr gebraucht wird, an den eindeutig zuordenbaren Besitzer zurückgegeben werden”, finden die Tierschützer. Meder beschreibt:

Leider verweigerte die Polizei vehement die Rückgabe und versuchte, mit allen Mitteln die Familie abzuweisen.

Erst später bekam die Familie Besuch von zwei Polizeibeamten, die kleinlaut zugaben, die Katze im Wald bei Warngau einfach abgelegt zu haben. Die Familie bestand darauf, den Ort, an dem die Katze abgelegt wurde, zu besuchen. Doch das Tier war nicht mehr da. Der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Holzkirchen Johann Brandhuber räumt die Vorwürfe ein und bezeichnet den Vorfall als einen “Fehler der Polizei”. Am 31. Dezember habe die Polizeidienststelle eine Mitteilung über ein totes Tier in der Industriestraße in Holzkirchen erhalten.

“Die Kollegen sind dann rausgefahren. Sie wollten das tote Tier nicht liegen lassen und haben es fälschlicher Weise weggebracht“, so Brandhuber. Er erklärt, dass mit den betroffenen Beamten bereits gesprochen worden sei. Zusätzlich betont er, die Polizei sei im Gespräch mit der betroffenen Familie und man versuche, die Geschehnisse aufzuarbeiten. “Hier ist eine falsche Entscheidung getroffen worden”, weiß Brandhuber. In der Regel werde in einem solchen Fall die Gemeinde oder die Straßenmeisterei informiert, die dann für den Fall verantwortlich sind.

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