Polizei warnt vor Narrenfahrten im Fasching

von Sabiene Hemkes

Im Oberbayern wird gern, viel und oft der Fasching ausgiebig gefeiert. Doch das kann Folgen haben.

Bilder vom Sessionsauftakt der Seegeister 2022 in Gmund / Quelle: Redaktion

In den letzten Jahren sind die narrischen Tage komplett ausgefallen. Die Session 2019/ 2020 war im Landkreis die letzte, die im Schatten der aufziehenden Corona-Pandemie gefeiert werden konnte. Die Narren im Landkreis lechzen nach den Freuden der “fünften Jahreszeit”. Viel gilt es, wenn man die Seiten der Crachia in Hausham und der Seegeister in Gmund besucht, nachzuholen heuer. In Gmund starten die Narren am 21. Januar mit dem Kindergarde-Treffen in den wilden Monat, der am 21.02. mit dem Kehraus in Gmund/Oberstöger​ endet.

Die Haushamer Narren rufen gar den “Mega Fasching” aus. Los geht’s am Nachbarsee offiziell am 28. Januar. Mit dem maskierten Weinfest. Ebenso kündigt das Bräustüberl in Tegernsee unter dem Motto “Endlich wieder Fasching” und das Tegernsee Phantastisch in Kreuth große Events an für die Faschingstage an. Dazu werden die Gastronomen im Tal auch alle Gäste und Bewohner der Region zu den unterschiedlichsten Partys, Bällen und Feiern einladen. Denn 2023 darf wieder endlich richtig närrisch gefeiert werden.

Nach dem letzten Umzug im Februar 2020 kontrollierte die Polizei zahlreiche Autofahrer / Quelle: Redaktion

Kein Wunder, dass sich die Oberbayerische Polizei genötigt sieht, auf die Gefahren hinzuweisen, die möglicherweise durch die Kombination von den oft auch feuchtfröhlichen Feierlichkeiten und der anschließenden Teilnahme am Autoverkehr entstehen können:

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Bei allem Verständnis für ausgelassene Stimmung: Mit dieser ist es schnell vorbei, wenn sich verantwortungslose Narren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ans Steuer ihres Fahrzeugs setzen. Pressestelle, Polizeipräsidium Oberbayern Süd

In einer heute verschickten Pressemitteilung heißt es zudem von den Beamten: “Die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd werden in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt Verkehrskontrollen zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit durchführen”. Mit einem Verweis auf die Unfallstatistik werden die zusätzlichen Kontrollen begründet. So habe sich gezeigt, dass Fahruntüchtige Fahrzeugführer aufgrund von Alkohol- und Drogeneinfluss häufig Verkehrsunfälle mit schweren Folgen verursachen. Allein seien 2022 13 von 82 Verkehrstoten auf Unfälle unter Alkoholeinfluss zurückzuführen.

Gerade in der kommenden Faschingszeit rechne man auch im südlichen Oberbayern mit einer erhöhten Anzahl von Autofahrern, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unterwegs sein werden. Daher seien die vermehrten Kontrollen und Sanktionen in den kommenden Wochen unerlässlich.

Kein “Freifahrtschein” für Narren

Vonseiten der Polizei wolle man bestimmt niemanden den Spaß in der “Fünften Jahreszeit” vermiesen, doch bedeute das noch lange nicht, dass die Narren einen “Freifahrtschein” besitzen werden bei ihrer Übernehme des Regiments.

Bevor es zur Faschingsfeier geht, sollte man sich deshalb als verantwortungsvoller Verkehrsteilnehmer rechtzeitig Gedanken über einen sicheren Nachhauseweg machen. Pressestelle, Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Wer das auf die leichte Schulter nehme, habe auch als “Narr” mit Fahrverboten von mindestens einem Monat und mehreren Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei zu rechnen. Ebenso drohten empfindliche Geldstrafen. Nicht selten in der Höhe eines Monatsgehaltes, wie es in der Meldung heißt.

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