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Viel Verkehr, viele Beamte: G7-Gipfel am Tegernsee deutlich spürbar

„Invasion“ der G7-Polizisten

Von Jakob Halm

Das G7-Wochenende in Schloss Elmau, rund 70 Kilometer vom Tegernseer Tal entfernt, steht vor der Tür. Auch im Tal sind die Auswirkungen schon jetzt zu spüren. Vor allem die Hotels und Jugendherbergen sind voll mit Polizeibeamten.

Am Terassenhof in Bad Wiessee stehen auch zahlreiche Polizeiwagen
Am Terrassenhof in Bad Wiessee stehen auch zahlreiche Polizeiwagen.

Ob der riesige Aufwand, der für den G7-Gipfel am kommenden Wochenende getrieben wird, gerechtfertigt oder komplett übertrieben ist, sei dahingestellt. Fest steht, dass von dem Aufgebot von rund 17.000 Polizisten, Hunderten von Journalisten und allen anderen Beteiligten nicht nur Garmisch-Partenkirchen betroffen sein wird. Auch im Tegernseer Tal ist der Aufruhr deutlich spürbar.

Die Grenzkontrollen laufen seit ein paar Tagen auch am Achenpass, der ADAC hat bereits vor einer Woche Verkehrsumleitungen über das Tegernseer Tal veröffentlicht und auch die Hotels und Pensionen scheinen mehr als gut besucht zu sein. Und das liegt nicht nur an den Pfingstferien.

Vier-Sterne-Hotel oder Jugendherberge?

Vor zahlreichen Hotels sieht man seit einigen Tagen unzählige Polizeiwagen. Und die gehören nicht etwa zur Wiesseer Polizei – sondern zu Beamten aus ganz Deutschland. Einige der insgesamt 17.000 Polizisten sind im Tal untergebracht worden – wie viele kann derzeit niemand so genau sagen.

Trotzdem steht die Frage im Raum, wie die Beamten aufgeteilt wurden – sind doch etliche im Vier-Sterne-Hotel am See untergebracht, andere müssen sich wiederum mit einem Mehrbettzimmer in der Jugendherberge zufriedengeben. Der Planungsstab des G7-Gipfels der Polizei Bayern erklärt dazu:

Die Beamten sind völlig willkürlich auf die verschiedenen Hotels verteilt worden. Das Einzige, worauf wir geachtet haben, ist, dass Nachtschichtarbeiter in einem Einzelbett untergebracht werden. So können diese komplett ausgeruht arbeiten.

Von Tegernsee bis nach Elmau sind es gut 70 Kilometer. Damit die Polizisten jeden Tag dorthin kommen, ist ein extra Shuttle-Service organisiert worden, den die Beamten nutzen können. Einige seien aber auch mit dem Dienstwagen unterwegs.

Frank Konrad, Pressesprecher im Polizeipräsidium Oberbayern Süd, schätzt: „Von jeder Polizeiinspektion werden 20 bis 30 Prozent beim G7-Gipfel im Einsatz sein.“ Auch die Dienststelle in Bad Wiessee dürfte also am Wochenende deutlich unterbesetzt sein.

Dienststellenleiter Wilhelm Sigel erklärt auf TS-Anfrage, dass „aus taktischen Gründen keine diesbezüglichen Informationen weitergegeben werden dürfen“. Die Auswirkungen werden jedoch vor allem für die Organisatoren des anstehenden Mountainbikefestivals zu spüren sein. Die Beamten können nämlich in diesem Jahr nicht wie üblich die Straßen absperren.

Hotelbetreiber zu Verschwiegenheit verpflichtet

Eine Mitarbeiterin aus dem Terrassenhof verrät, dass die Zimmer für die Polizisten bereits letzten Herbst gebucht worden sind. „Die Beamten sind letzten Dienstag eingezogen und reisen am kommenden Dienstag wieder ab. Bei uns werden sie wie ganz normale Gäste behandelt.“ Auch vor der Kreuther Jugendherberge stehen zahlreiche Polizeiautos.

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Dabei hat der G7-Gipfel nicht nur Auswirkungen auf die Hotelbelegung am Tegernsee. Wie berichtet, werden die Grenzen zu Österreich – so wie am Achenpass – kontrolliert. Als Reisender sollten man auf jeden Fall einen Ausweis parat haben. Durch die Kontrollen an den Grenzen dürfte auch im Tegernseer Tal mit Staus und größeren Behinderungen zu rechnen sein. Ein Grund: Der ADAC rät generell allen, die aus dem Süden zurückkommen, über den Achenpass und das Tegernseer Tal zu fahren. Die Grenzen rund um Garmisch solle man meiden.

Doch beim Autoclub scheint schon heute viel los zu sein. Alle Leitungen sind belegt, die Warteschleifen sind lang. Das gleiche Bild beim Bürgertelefon der Polizei, das extra für den G7-Gipfel eingerichtet wurde. Frank Konrad, Pressesprecher im Polizeipräsidium Oberbayern Süd, ist jedenfalls sicher, dass man sich am kommenden Wochenende auf das Schlimmste gefasst machen sollte. „Wenn man nicht unbedingt wohin muss, sollte man das Auto stehenlassen.“

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