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Fachkräfte trotzdem dringend gesucht

Arbeitslosigkeit im Winter steigt

Von Katharina Fitz

Die Bundesagentur für Arbeit in Rosenheim hat ihre neuesten Arbeitslosenzahlen veröffentlicht. Demnach liegt die Arbeitslosenquote im Landkreis Miesbach momentan bei 3,5 Prozent. Das ist zwar mehr als im Dezember – insgesamt spricht die Agentur jedoch von einer „positiven Stellenbilanz“.

Bundesagentur fuer Arbeit Rosenheim
Die Bundesagentur für Arbeit in Rosenheim zieht eine positive Bilanz der Arbeitslosenzahlen / Quelle: Carola Winkler

Derzeit sind bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen – zuständig für den gesamten Landkreis Miesbach – 1223 arbeitslose Männer und Frauen gemeldet. Im Vormonat waren es noch 303 Erwerbslose weniger. Laut Nicole Cujai, Chefin der Agentur für Arbeit Rosenheim, ist die Zahl der Arbeitslosen im gesamten Zuständigkeitsbereich im Januar wie erwartet angestiegen.

„Gleichzeitig melden die Betriebe offene Arbeitsplätze, die sofort zu besetzen sind“, erklärt Cujai. Aufgrund der milden Temperaturen haben viele Saisonbetriebe ihre Arbeit bereits wieder aufgenommen und benötigen dringend Personal.

Mehr Männer als Frauen arbeitslos

Grundsätzlich ist es nach Aussage des Arbeitsamtes so, dass die Arbeitslosenquote bei Männern im Januar deutlich höher lag als bei Frauen. Grund: in den typischen Bau- und Außenberufen arbeiten überwiegend Männer.

Deutlich höher ist die Quote bei Ausländern. Sie liegt bei 8,8 Prozent. Grundlage für diese Erfassung sind Personen, die keine deutschen Staatsbürger sind.

Fachkräfte werden dringend gesucht

Positiv ist die Zahl der offenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen. 870 verzeichneten die Arbeitsvermittler im Zeitraum Mitte Dezember bis Mitte Januar. Das bedeutet einen Rekord für einen Monat Dezember. Vor allem Fachkräfte in der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung werden gesucht. Darunter fallen Jobs in der Kunststoff- und Holzverarbeitung, im Metallbereich, Maschinenbau, Kfz-Technik, Energie- und Elektrotechnik sowie in der Lebensmittelherstellung- und Verarbeitung. Ähnlich ist die Lage bei Berufen rund ums Bauen, und Verkehr. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen gibt es Arbeit.

Ein Teil dieser offenen Stellen hängt mit der Zuwanderung von Menschen mit Fluchthintergrund zusammen. Insbesondere Lehrer für Deutsch als Fremdsprache werden dringend gebraucht. Allgemein herrscht ein Mangel an Fachkräften, die nur noch schwer zu finden sind. Nicole Cujai betont, dass auch in diesem Jahr wieder kräftig in die berufliche Qualifizierung investiert werden wird. Laut Cujai stehen dafür Gelder zur Verfügung.

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