Maximilian: Gmund weicht von 100 Prozent Gaststätte im Erdgeschoss ab
Preysing: „Wir gehören geschlagen, wenn es daran scheitert“

von Nicole Posztos

Die Zukunft des Maximilian stand gestern einmal mehr auf der Tagesordnung des Gmunder Bauausschusses. Die Räte diskutierten über die Anpassung des gültigen Bebauungsplans an den mit Investor Ten Brinke geschlossenen Durchführungsvertrag.

Vor allem die Frage, zu welchen Anteilen eine Gastwirtschaft im Erdgeschoss installiert werden soll, erhitzte die Gemüter.

100 Prozent Gaststätte wird es im Erdgeschoss des Maximilian wohl nicht geben
Der Gmunder Bauausschuss stimmte gestern für eine Änderung des Bebauungsplans für das Maximilian

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Der Wunsch der Verantwortlichen im Gmunder Rathaus ist groß, dass sich der Schandfleck Maximilian zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Fast 30 Jahre herrscht auf dem Grundstück nun Stillstand. Als im Juni 2013 endlich ein Durchführungsvertrag mit dem Investor Ten Brinke unterzeichnet wurde, war man dementsprechend erleichtert.

Happy End bis 2016?

Bis Anfang 2016 soll die Sanierung durch sein. Neben einer Gastwirtschaft werden, so sieht es der Plan vor, auf dem Areal auch Läden und Wohnungen entstehen. Geht es nach den Gmunder Gemeinderat, soll Ten Brinke am liebsten noch heuer mit der Sanierung und dem Bau beginnen.

Doch das scheint nicht mehr sicher. „Momentan haben wir Hochkonjunktur. Man findet daher nur eine gute Baufirma, wenn man einen sehr hohen Preis zahlt“, so der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) gestern Abend im Bauausschuss. Daher kann es sein, dass die Arbeiten erst im kommende Frühjahr beginnen.

Streitpunkt Gaststätte

Gestern stand jedoch eine andere Frage auf der Tagesordnung des Gremiums. Denn die Verantwortlichen in Gmund wünschen sich nach wie vor eine Gaststätte mit Biergarten im Erdgeschoss des dann sanierten Maximilian. Daher sieht der derzeitige Bebauungsplan auch vor, dass dieses Geschoss zu 100 Prozent auch dementsprechend genutzt wird.

In dem mit Ten Brinke geschlossenen Kaufvertrag war die Gemeinde dann aber zu Kompromissen bereit. Es wurde lediglich eine „überwiegende Nutzung als Gaststätte im Erdgeschoss“ verankert. „Überwiegend heißt 50 Prozent plus x“, so von Preysing gestern.

100 Prozent Gaststätte wird es im Erdgeschoss des Maximilian wohl nicht geben
100 Prozent Gaststätte wird es im Erdgeschoss des Maximilian nicht geben

Nun ging es also darum, den Bebauungsplan so zu ändern, dass er mit dem Kaufvertrag vereinbar ist. Doch das gefiel nicht allen Gemeinderäten. „Der Deal war von Anfang an, dort vor allem eine Gastwirtschaft zu errichten. Jetzt kommt der Investor an und will am liebsten gar keine machen“, so Helga Wagner (Grüne). Man dürfe sich nicht erpressen lassen, argumentierte Wagner weiter.

„Es soll endlich etwas passieren„

„Wir gehören geschlagen, wenn wir das ganze Projekt jetzt daran scheitern lassen, dass die Gaststätte 20 Quadratmeter kleiner ausfällt als von uns gewünscht“, fand Bürgermeister von Preysing. Es sei wichtig, dass beim Maximilian endlich etwas passiere, stellte Preysing klar. Mit dieser Haltung fand er großen Zuspruch im Bauausschuss. Daher sprach sich auch eine klare Mehrheit für eine Anpassung des Bebauungsplans aus. Nur Helga Wagner wollte die Entscheidung nicht mittragen.

Mit dem angepassten Bebauungsplan sind im Erdgeschoss neben einer Gaststätte zusätzlich nun auch ein Supermarkt und Läden möglich. In den Obergeschossen bleibt es bei der Idee, Geschäftsräume, Wohnraum und Praxisräume zu errichten.

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