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Im Zuge der Sanierung der B307 soll Radwegenetz angepasst werden

Radlerfreundliches Tegernsee?

Von Sabiene Hemkes

Seestädte mit ihren Hauptstraßen entlang des Gewässers haben es schwer, einheimischen Radlern und den vielen neuen Radtouristen eine sichere Durchfahrt zu gewähren. Da ist Tegernsee beileibe keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil. Das soll sich künftig ändern.

Die die aktuelle Verkehrsführung in Tegernsee stellt eine Herausforderung für Fußgänger, Radler und Autofahrer dar.

Auf der gestrigen Ratssitzung in Tegernsee war unter anderem die zukünftig sichere Gestaltung des Verkehrs für alle Teilnehmer im Ort ein Thema. Denn die Fußgänger, die Radler und die Autofahrer haben es schwer auf der Bundesstraße in der Stadt. Wobei die größte Herausforderung für das Verkehrsthema der beengte Platz an der Bundesstraße sei, wie Bauamtsleiterin Bettina Koch deutlich machte. Die Ortsdurchfahrt sei teilweise schon sehr eng und zugebaut und lasse daher wenig Spielraum für praktikable Verkehrslösungen.

Rad-Masterplan für Tegernsee

Das wurde bei der Diskussion der Räte deutlich. Gerade in Tegernsee sei es schwierig, die unterschiedlichen Interessen und Anforderungen an die sichere Gestaltung der Fortbewegung zu harmonisieren, betonte Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) in seiner Einleitung. Hagn ergänzte:

Bei einer erforderlichen Breite von bis zu drei Metern bei den von Fußgängern und Radlern genutzten Radwegen haben wir in Tegernsee ein Problem. Zumal wenn die Straße eine Breite von 6,50 Meter aufweisen muss.

Zudem sei es nicht ideal für Fußgänger, sich mit den neuen und schnellen E-Bikes die Verkehrsflächen zu teilen. Daher sei auch ein Rückbau der bisher geteilten Wege denkbar. Die aktuelle Dringlichkeit ergebe sich laut Bürgermeister aus den Planungen des Straßenbauamtes in Rosenheim. Das Amt plane für die nächsten Jahre die Sanierung der Bundesstraße beginnend ab St. Quirin bis hin zum Leebergfuß, informierte Hagn.

Im Zuge dieser Baumaßnahmen sollten auch die städtischen Planungen für die zukünftige Gestaltung des innerörtlichen Radwegenetzes stehen, machte Hagn deutlich. Die ursprüngliche Beschlussvorlage des Bauamtes sah vor, die detaillierte Planung zuerst auf den Bereich zwischen dem nördlichen Ortseingang und der Prinz-Karl-Allee zu beschränken und eine Machbarkeitsstudie nur für diesen Abschnitt erstellen zu lassen.

Detaillierte Planung wird durch Grobplanung ergänzt

Doch es regte sich Widerstand gegen dieses Vorgehen im Rat. So äußerte Marcus Staudacher (Grüne), der zusammen mit Thomas Mandl (SPD) zum „Fahrrad-Beauftragten“ der Stadt erkoren wurde, vor einiger Zeit die Notwenigkeit, einen Rad-Masterplan für die gesamte Ortsdurchfahrung zu erstellen. Der Grüne Stadtrat ergänzte noch:

Ich bin mit einem Mitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) die Strecke abgefahren. Der Fachmann hat durchaus Lösungen aus der Radlersicht für unsere Ortsdurchfahrt gesehen.

Mandl selbst brachte das Tempolimit von 30 km/h für den Ort ins Spiel. Was jedoch laut Entgegnung von Hagn auf einer bayerischen Bundesstraße nicht erlaubt sei. So jedenfalls habe es bei einem Treffen das Landratsamt deutlich gemacht. Auch die Voraussetzungen für einen Schutzstreifen wie in Gmund oder Wiessee gebe die schmale Bundesstraße in Tegernsee nicht her, schränkte der Bürgermeister auf Nachfrage weiter ein.

Nach weiteren Wortbeiträgen einigte sich der Rat einstimmig darauf, dass man eine detaillierte Machbarkeitsstudie und Planung für den Bereich zwischen der Seesauna und zum Clubhaus erstellen lassen wird. Für den Bereich vom Bastenhaus bis hin zur Brauerei soll darüber hinaus eine Grobplanung in Auftrag gegeben werden.


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