Tegernseer Raunächte:
Raunächte: vom Dunklen ins Licht

Magisches, Mystisches und Kultiges in der Tegernseeregion. Raunachtwanderungen beginnen hier im Dezember.

Magisch: die Raunachtwanderungen. / Foto: Der Tegernsee, Dietmar Denger

Die Raunächte sind eine alte europäische Tradition, aber spielen auch heute noch in unserer Region eine besondere Rolle. Der Ursprung dieser sagenumwobenen Nächte geht auf die Kelten zurück. Das Mondjahr zählt 354 Tage, das Sonnenjahr 365. Die „fehlenden“ elf Tage beziehungsweise Nächte sind die sogenannten toten Tage: die Raunächte. Die Gesetze der Natur sind in dieser Zeit aufgehoben, so der Glaube vieler Menschen damals. Das macht die Raunächte zur idealen Zeit des Orakelns und Manifestierens. Auch am Tegernsee, genauer gesagt am Lärchenwald oder am See entlang, werden Spaziergänge mit den Heimatführern angeboten.

Woher stammt der Begriff “Raunächte”?

Der Begriff “Raunächte” leitet sich von “rauen Nächten” ab und bezieht sich auf die Zeit des Jahres. Genau auf die Zeit, die man als besonders mystisch, magisch und geheimnisvoll ansieht. Alte Bräuche und Überzeugungen in Verbindung mit den Raunächten variieren von Region zu Region. Doch einige wesentliche Elemente haben sie gemeinsam.

Welche Rituale gibt es in den Raunächten?

Orakel und Weissagungen: In früherer Zeit glaubte man, dass die Schleier zwischen der physischen Welt und der spirituellen Welt besonders dünn sind. Menschen nutzten dies, um Orakel und Weissagungen für das neue Jahr durchzuführen. Die Weissagungen können das Legen von Tarotkarten, das Deuten von Träumen oder das Werfen von Blei sein. 

Schutz vor bösen Geistern: In den Raunächten sollen böse Geister und Dämonen besonders aktiv sein. Um sich davor zu schützen, gibt es beispielsweise das Räuchern als Ritual. Das Anzünden von Räucherwerk oder das Aufhängen von Schutzzeichen und Kräutern im Haus soll böse Geister abwehren. So gibt es bestimmte Kräuter, wie Salbei oder Wacholder, die hier eingesetzt werden. Auch spezielle Raunachtmischungen sind beliebt.

Reinigung und Neubeginn: Das alte Jahr wird abgeschlossen. Man bereitet sich auf das Neue vor. Daher kommen sogenannte Reinigungsrituale für Haus und Hof zum Einsatz. Und nicht zu vergessen: Neujahrsvorsätze fassen.

Maskeraden und Verkleidungen: Um böse Geister zu vertreiben oder um die Geisterwelt darzustellen, werden Maskeraden und Verkleidungen werden in den Raunächten oft genutzt. Auch besondere Speisen gibt es. Diese sollen Glück und Wohlstand für das kommende Jahr symbolisieren.

Nun taucht ein die Welt der Magie am Tegernsee und genießt die Raunächte zwischen den Jahren. Die Raunachtwanderungen mit den Tegernseer Heimatführern finden vom 27. Dezember bis zum 4. Januar 2024 statt. Weitere Informationen bekommt ihr bei der Touristinfo.

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