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Aber der Herbst verabschiedet sich noch nicht

Regenwochenende am Tegernsee

Von Nina Häußinger

Nach den schönen Tagen in dieser Woche kommt am Wochenende wieder ein wenig unbeständiges Wetter ins Tegernseer Tal. Aber es gibt einen Lichtblick.

Unter der Wolkendecke am Leonhardstein. / Quelle: Hans Wildermuth

Ein kleines Tiefdruckgebiet zieht langsam von der Nordsee über das Oberland ins Mittelmeer. Dabei geht ihm bei uns etwas die Puste aus, bevor es sich über dem warmen Mittelmeer wieder erholt. Es führt relativ milde Luft vom mittleren Atlantik mit sich, welche die zu Nebel neigende „alte“ Luft bei uns ersetzt.

Was heißt das fürs Wochenende?

In der Nacht auf Samstag bildet sich also etwas mehr Nebel als in den letzten Nächten. So kann er sich auch im Oberland in den Samstag hinein ziehen. Ab Mittag wird es dann regnen bei nahezu Windstille. “Das führt zu einem recht trüben Wettercharakter, wobei die Temperatur unter zehn Grad bleibt”, sagt unser Wetterexperte aus Schaftlach, Hans Wildermuth.

Der Regen hält sich bis in die Nacht, es kühlt etwas ab und die Schneefallgrenze kann bis 1500 Meter absinken, mehr ist nicht drin, die Luft ist einfach nicht kalt genug. Für Sonntag sagt der Wetterfrosch:

Dieses trübe Wetter hält auch am Sonntag an, es nieselt vormittags noch etwas, dann regnet es kaum noch, die Temperatur ändert sich nicht gegenüber dem Vortag.

Nachmittags kann bei etwas auflebendem Ostwind die Sonne mal kurz heraus kommen, wenn sie nicht vom aufziehenden Nebel verschluckt wird.

Und wie wird die kommende Woche?

Zu Wochenbeginn ist das Tiefdruckgebiet nach Süden abgezogen und freut sich über das warme Mittelmeerwasser, was ihm zu neuem Leben verhilft.

Bei uns schließt sich eine Hochdruckbrücke und so setzt sich das ruhige Herbstwetter fort. Das bedeutet Nebel und Hochnebel in Richtung München und Sonne auf den Bergen. “Wo die Grenze liegt, ist wieder schwer zu sagen, grundsätzlich verstärkt sich die Nebelneigung gegenüber der aktuellen Woche und auch der Hochnebel steigt immer höher”, meint Wildermuth. Es bleibt aber bis einschließlich Mittwoch trocken und die Temperatur bewegt sich zwischen null Grad nachts und zehn Grad tagsüber, im Nebel nur um fünf Grad.

Am Donnerstag kommt wieder etwas Bewegung in die Atmosphäre. Die atlantischen Störungen, die bisher weit nördlich vorbei zogen, greifen weiter nach Süden aus und beeinflussen das Oberland. So wird im Laufe des Tages eine Kaltfront mit Regen durchziehen. Sie bringt auch etwas kältere Luft mit sich, sodass die Schneefallgrenze in der Nacht auf Freitag wahrscheinlich bis ganz herabkommt und besonders auf den Bergen zu Neuschnee führt. Trotzdem sagt der Wetterfrosch:

Ein nachhaltiger Wintereinbruch wird das aber nicht, denn es steht schon wieder mildere Luft im Westen parat, die erst mit Regen, dann unter Hochdruckeinfluss zum Wochenende nachrückt.

Erst nach dem Wochenende deutet sich ein etwas markanterer Kaltluftvorstoß an, der dann zu einer winterlichen Witterung führen könnte, wenn es so kommt.


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