Die rote Zora vom Sonnenbichl

Damit am Sonnenbichl in Bad Wiessee auch künftig größere Rennen ausgetragen werden können, planen die Verantwortlichen ein neues Zielhaus, eine Wärmestube und eine Raupengarage.

Das Gefährt für die Garage wurde indes am vergangenen Samstag schon mal eingeweiht. Mit 400 PS und einer 1.000-Meter-Winde ist die „Rote Zora“ seit Dezember an den steilen Hängen des Sonnenbichl unterwegs. Unter den Spendern ist auch ein bekannter Wiesseer.

Bei der Einweihung der neuen Pistenraupe am vergangenen Samstag.
Bei der Einweihung der neuen Pistenraupe am vergangenen Samstag.

Ende 2010 gründete sich aus den fünf Skivereinen des Tegernseer Tals der Förderverein Schneesport Tegernseer Tal e. V. Mit der Vereinsgründung wurde auch der Skilift am Sonnenbichl in Bad Wiessee übernommen. Ziel war es, nachdem der öffentliche Skilauf mangels Nachfrage eingestellt worden war, die Anlage zu erhalten und weiterzuführen.

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Seit Beginn ist man dabei, den Hang mit Leben zu füllen und gleichzeitig die Anlage zu modernisieren. Das große Ziel ist ein Weltcup. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Für die Erweiterung am Sonnenbichl sind unter anderem ein neues 6,40 Meter hohes Zielhaus für Versammlungen und Videoanalysen sowie eine 59 Quadratmeter große Wärmestube für die Rennläufer auf dem Gelände geplant.

Die Liftanlage wird aus dem Erdgeschoss herausgeführt. Links und rechts davon sind Lagerräume vorgesehen. Um die Skipiste auch in Zukunft optimal präparieren zu können, ist zudem der Bau einer Garage für eine Pistenraupe vorgesehen. Das alles soll in naher Zukunft realisiert werden. Bereits seit Dezember ist eine neue Pistenraupe für die noch nicht vorhandene Garage da.

Hoeneß in der „Roten Zora“

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde das rund 400 PS starke Gefährt mit dem Namen „Rote Zora“ am Samstag eingeweiht. Neben der Hubertus Altgelt-Stiftung, die als größter Spender die Neuanschaffung möglich macht, waren auch andere bekannte Persönlichkeiten aus dem Tegernseer Tal dabei.

Laut Wolfgang Rebensburg, dem technischen Leiter am Sonnenbichl, hat die generalüberholte Raupe eine Windenlänge von 1.000 Metern. Vier Tonnen Zugkraft sollen die Maschine den steilen Hang rauf- und runterfahren lassen. Den Preis beziffert Rebensburg auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag.

Uli Hoeneß und Wolfgang Lurz von der Firma Käsbohrer.
Uli Hoeneß und Wolfgang Lurz von der Firma Käsbohrer.

Um die Summe zu finanzieren, hat der Förderverein diverse Spender gewinnen können. Unter ihnen ist unter anderem auch die Wiesseer Spielbank. Und auch der in Bad Wiessee lebende Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der am Samstag ebenfalls vor Ort war, hat den Kauf der Raupe unterstützt.

Zuletzt war Hoeneß, der sich aufgrund der Steuervorwürfe in rund zwei Monaten vor dem Gericht verantworten muss, in zwei Monaten seine verstrickt in einen Steuerskandal, nicht mehr sehr häufig bei öffentlichen Auftritten zu sehen. Umso überraschter war das Sonnenbichl-Team um den Vorstand Toni Schwinghammer, dass ihr prominentestes Mitglied an der Weihe teilnahm.

Anmerkung der Redaktion: Im ursprünglichen Artikel hatten wir geschrieben, dass auch der Auer-Alm-Verein die Pistenraupe bezuschusst hat. Der Verein hat jedoch nur die Gerätschaften zur Absperrung und Absicherung der Auer-Alm-Schiabfahrt am oberen Teil des Skihanges (Zottergipfel) bezahlt.

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