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Dokumentation zur Flucht über das Mittelmeer

„Route 4“ in Holzkirchen

Von Laetitia Schwende

Die Sea-Eye e.V. ist eine Hilfsorganisation, die 2015 gegründet wurde, um dem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zuzusehen und Menschen, die auf ihrer Flucht in Seenot geraten zu helfen. Nun kommt ein Dokumentationsfilm in die Kinos. In Holzkirchen gibt es die Doku in der Matinee zu sehen.

Die Organisation Sea-Eye e.V. kämpft gegen das Sterben im Mittelmeer.

Allein im Oktober 2021 verloren mindestens 137 Menschen auf der Flucht vor Folter und Gewalt im Mittelmeer ihr Leben. Mit seinem inzwischen vierten und größten Rettungsschiff SEA-EYE 4 sucht die Sea-Eye e.V. nach Menschen in Seenot, versorgt sie und bringt sie in Sicherheit.

Am 24. November 2021 ist jetzt Kinostart des Films „Route 4“ in mehreren deutschen Kinos und in der Schweiz. Der Dokumentarfilm beschreibt die lebensgefährliche Flucht, die Menschen auf sich nehmen, um über Libyen nach Europa zu gelangen. Das Film-Team von Boxfish Films begleitete dafür Sea-Eye bei vier Missionen auf seinem Rettungsschiff ALAN KURDI.

Bewegende Doku am Vormittag

Aus diesem Anlass zeigt das FoolsKINO in Holzkirchen den Film „Route 4“ am 28.11.2021 um 11:00 Uhr in einer Matinee. Anschließend an die 50-minütige Vorführung findet ein Filmgespräch mit Dietmar Enderlein, Organisator der Sea-Eye e.V. Lokalgruppe München und Altbayern, statt. Dietmar Enderlein war für Sea-Eye ehrenamtlich auf dem Schiff Alan Kurdi im zentralen Mittelmeer auf Mission. Im Gespräch teilt er seine persönlichen Erfahrungen und gibt Einblicke in die Seenotrettung.

„Route 4“ geht weit über das Geschehen im Mittelmeer hinaus und beschreibt die Fluchtgründe und die gefährlichen Wege, die Menschen durch verschiedene afrikanische Länder nehmen müssen. So entstand eine bewegende Dokumentation, die in diesem Jahr mit über 20 internationalen Filmpreisen ausgezeichnet wurde. Kai Echelmeyer, Ehrenamtskoordinator bei Sea-Eye sagt:

Wir sind sehr froh, dieses wichtige Thema zusammen mit Boxfish Films der Öffentlichkeit näherzubringen. Niemand sollte im Mittelmeer ertrinken müssen, dafür kämpfen wir tagtäglich

Der Verein und die Missionen werden zu 97 Prozent aus Spenden finanziert. Die Kosten einer Mission belaufen sich auf 125.000 Euro für Treibstoff, Proviant, Crew und Rettungsmittel. Noch in diesem Jahr plant Sea-Eye e.V. sein Schiff SEA-EYE 4 erneut auf eine Mission ins zentrale Mittelmeer zu schicken und bittet auf betterplace.org unter #LeinenLos dafür um Unterstützung.


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