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Der ultimative Hüttentest

Teil 5: Satt und glücklich ins Tal

Von Rose Beyer

Vier Ziele – ein Fazit. Welche Berggaststätte ist die mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis? Wo kommen Familien nachher am sattesten und zufriedensten ins Tal? Hier kommt die Fortsetzung unseres ultimativen Hüttentests mit zwei einfachen Wanderzielen, die trotzdem ein paar schöne Tiefblicke bieten.

Aueralm (Bild oben)

Das erste Ziel ist eine Familienwanderung, die von Einheimischen und Zugereisten gern gegangen wird: Die Aueralm auf 1.299 Metern hat sich angeblich von der einfachen Alm mit Bewirtschaftung zu einem der beliebtesten Wanderziele in den Tegernseer Bergen entwickelt. Dem wollen wir im wahrsten Sinne des Wortes nachgehen.

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Dazu starten wir am Parkplatz am Sonnenbichl, von dem aus der Schotterweg in das Zeiselbachtal mit nur geringer Steigung immer am Bach entlangführt. Als Alternative kann die Aueralm auch über das Söllbachtal ergangen werden. Wir gehen jedoch weiter auf der eingeschlagenen Route und gelangen in etwa 1.000 Metern Höhe auf den weiterführenden Weg, der jetzt schmäler und deutlich steiler wird.

Freundliche Bedienung, gutes Essen

Nach einer Linkskehre erreichen wir die freie Almfläche kurz unterhalb der Aueralm am Buchetskogel. Die komplette Gehstrecke erweist sich als abwechslungsreich mit Bergwaldambiente. Nach einer guten Stunde Gehzeit sind wir an der Alm angelangt. Den späteren Abstieg werden wir über den Skilift anstreben – eine ebenfalls abwechslungsreiche Variante mit bizarrer Berglandschaft und spektakulären Ausblicken auf den See.

Auf der Hütte ist Selbstbedienung angesagt. Der Wirt und seine Hilfe stellen sich als freundlich und hilfsbereit heraus. Auf der Hütte genießen wir die familiäre Atmosphäre. Als wir darum bitten, die Würstlgulaschsuppe nochmal aufzuwärmen, nimmt man das gelassen, bittet um Verzeihung und wärmt nach. Geschmacklich vermissen wir an dem wärmenden Topf absolut nichts. Auch die Dampfnudel mit Vanillesoße stellt sich als locker-vanillige Leckerei heraus.

Preislich bewegt sich beides jedoch im mittleren bis oberen Bereich. Der Topfenstriezl, den wir im Tal als „Spezialität des Hauses“ angepriesen bekommen hatten, erweist sich als gut, aber leider nicht mehr ganz frisch.

Fazit

Das Essen ist wohlschmeckend, aber nicht gerade günstig. Die Karte ist klein, aber positiverweise wird nicht nur „das Übliche“ geboten. Der Topfenstriezl war – entgegen den landläufigen Meinungen – sozusagen „von gestern“.

Ingsgesamt kann dieses Wanderziel ausdrücklich als familienfreundlich bezeichnet werden. Mit größeren Kindern oder Zwergen in der Kraxe ist der Weg ohne Probleme machbar. Geübte Wanderer sollten ebenfalls in der Lage sein, einen Babyjogger hinaufzuschieben. Auch ist die Strecke bei Bergradlern sehr beliebt. Der Abstieg über den Skilift bietet tolle Ausblicke, könnte aber wetterbedingt anfangs sehr schlammig sein. Einziger Wermutstropfen: Derzeit wird Ruhe und Anblick des Skiliftes durch umfangreiche Bauarbeiten beeinträchtigt.

Das hat die Karte im Detail zu bieten:
Tagesgericht: Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffel-Gurken-Salat 9,50 Euro
Würstlgulaschsuppe 6 Euro
Kaspressknödelsuppe 5 Euro
1 Paar Wiener Würstl mit Kartoffelsalat 6,50 Euro
Bauernschinken mit Gurke und Meerrettich 8,50 Euro
Brotzeitbrettl „Aueralm“ 10,50 Euro
Bergkas aus der Naturkäserei 11,50 Euro
Dampfnudel mit Vanillesoße 6 Euro
Topfenstriezl 3 Euro
Halbe Helles (Tegernseer) 3,20 Euro
Halbe frische Buttermilch 3 Euro

Berggasthaus Neureuth

Das zweite Ziel ist eine beliebtesten Familienwanderungen im Tal und gleichzeitig der Hausberg der Tegernseer: das Neureuthhaus ist 1.261 Meter hoch gelegen und kann über unterschiedlichste Aufstiegsvarianten erreicht werden. Besonders abwechslungsreich ist beispielsweise der Weg vom Parkplatz am Gmunder Ortsteil Gasse aus. Von dort aus geht es Richtung Oberbuchberg und dann einen etwas steileren Weg durch den Bergwald zur Neureuth hinauf.

Wir entscheiden uns jedoch für die Variante, die die meisten Wanderer wählen: Vom Parkplatz überhalb des Tegernseer Bahnhofes aus. Dort könnte es für manche erst einmal ein böses Erwachen geben, denn die Parkplätze sind begrenzt. Besonders wenn man nicht frühzeitig ankommt oder am Wochenende wird es gerne mal etwas enger. Wir haben jedoch Glück und ergattern einen der letzten kostenlosen Stellplätze.

Jetzt haben wir die Wahl zwischen verschiedenen leichteren Pfaden und Wegen, die meist auch im Winter gut zu begehen sind. Da wir zwar Kinder, aber keinen Kinderwagen dabei haben, entscheiden wir uns für folgende Variante: über den Kobelweg und den anschließenden Westerhofweg (nicht kinderwagentauglich) gelangen wir in einer guten Stunde zur Hütte. Hat man ein Baby oder Kleinkind zu schieben, empfehlen wir die Forststraße.

Alle Wege führen hauptsächlich im Schatten durch den Bergwald. Ab und zu ergeben sich spektakuläre Ausblicke hinunter auf den See. Oben angelangt, hat man auf der großen Sonnenterrasse des Berggasthauses, das auf einer weitläufigen Almwiese liegt, einen wunderbaren Blick auf die Tegernseer Bergwelt bis hin zur Zugspitze.

Übersichtliche Karte

Die Wirtschaft bietet drinnen und draußen zahlreiche Sitzplätze. Das Personal stellt sich – trotz großem Andrang – als flott und freundlich heraus. Die Getränke stehen nach fünf Minuten auf dem Tisch. Schinkennudeln und Kartoffelsuppe nach guten zehn Minuten. Hauptsächlich angeboten werden Tagesgerichte, kalte Brotzeiten und hausgemachte Kuchen. Einen Kaiserschmarrn vermissen wir. Ebenso ist die Auswahl an Kindergerichten leider recht mager.

Auffallend jedoch ist die große Auswahl auf der Getränkekarte, sogar Weinliebhaber kommen auf ihre Kosten. Die von uns gewählten Gerichte sind insgesamt gut gemacht und ausreichend von der Menge her. Die Kartoffelsuppe hätte noch ein Quentchen würziger sein können. In den Schinkennudeln stören die zerstoßenen ganzen Pfefferkörner, die besonders bei den Kindern auf Ablehnung stoßen.

Fazit

Das Essen liegt geschmacklich im Durchschnitt, preislich im mittleren Bereich. Die Auswahl an Kindergerichten ist mäßig. Wer auf Süßes steht, kann lediglich auf Kuchen zurückgreifen. Das Wanderziel kann ausdrücklich als familienfreundlich bezeichnet werden. Für Vierbeiner stehen gleich mehrere Wassernäpfe parat. Einzig die Parkplatzsituation ist besonders am Wochenende eher schwierig. Parkplatz im Tal und Hütte sind stark frequentiert. Also am besten ohne Auto ankommen und früh aufstehen.

Das hat die Karte im Detail zu bieten:
2 Paar Wiener mit Kraut und Brot 7 Euro
2 Paar Wiener mit Brot 6 Euro
Schinkennudeln 7 Euro
Kartoffelsuppe mit Wurst und Brot 6,50 Euro
Schweinebraten mit Kartoffelknödel und Salat 8,90 Euro
Tagessuppe 2,50 Euro
Leberkäs mit Kartoffelsalat 7,50 Euro
Bayerischer Wurstsalat 6,50 Euro
Schweizer Wurstsalat 7 Euro
Hausgemachter Kuchen 2,50 Euro
Halbe Helles (Tegernseer) 3 Euro

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