Suchtprojekt am Gymnasium

„Sauba bleibn“

Von Nicole Posztos

Wann bin ich süchtig? Was ist der Unterschiede zwischen legalen und illegalen Drogen? Was kann ich tun, um nicht abhängig zu werden? Drogen- und Suchtprävention ist ein hartes Brot. Vor allem für die Schüler selbst.

Oft artet das ganze in einer „erhobener-Zeigefinger“ Veranstaltung aus. Genau das möchte man beim Projekt „Sauba bleibn“ allerdings vermeiden.

Seit vier Jahren bekommen die 8-Klässler, unter anderem am Tegernseer Gymnasium, insgesamt drei Tage Zeit, um sich mit dem Thema Sucht in Form von Übungen, gemeinsamen Diskussionen, Kurzvorträgen und Selbstreflexionen zu beschäftigten.

Ein Blumenstrauß für die Polizisten. Von links: Werner Oberholzner, Regina Reifenstuhl und Ulrike Ringeisen.

Initiiert wird das ganze von der Polizei Bad Wiessee. Regina Reifenstuhl und ihr Kollege Anton Schwinghammer touren mit dem Projekt im Verlauf eines Jahres durch alle Schulen im Bereich ihrer Dienststelle.

Authentisch und bildhaft

Am Tegernseer Gymnasium nehmen die vier Klassen der achten Jahrgangsstufe teil. Und laut Direktor Werner Oberholzner ist die Zeit, die dadurch vom Lehrplan abgeht, gut investiert.

„Die Polizisten kommen meistens in Begleitung eines Suchtabhängigen. So wird es für die Schüler richtig bildhaft.“

In der achten Klasse ist die Mehrzahl 14 Jahre alt. Bei den meisten die Zeit für einen ersten Kontakt mit Zigaretten und Alkohol. Doch bei den Vorträgen gehe es laut Oberholzner auch um Drogen, der betont: „Je authentischer, desto besser.“

Zum Abschluss besuchen die Schüler noch einen Tag eine therapeutische Einrichtung in Bad Tölz für suchtkranke Menschen. Vor allem der Austausch mit den Patienten vor Ort ist es der bei vielen Jugendlichen hängen bleibt.

Auch im nächsten Jahr wird „Sauba bleibn“ wieder an den Schulen im Tegernseer Tal angeboten. Und auch das Tegernseer Gymnasium möchte wieder daran teilnehmen.


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