Schach spielen gegen das Vergreisen

Von Nicole Posztos

Horst Leckner ist ein Schach-Enthusiast. Nicht nur, dass der 65jährige das Schachturnier in Bad Wiessee jahr für Jahr mit initiiert. Er ist ebenfalls die treibende Kraft hinter dem landkreisweiten „Schulschach als Schulfach“, welches seit letztem Jahr auch in einigen Talgemeinden erfolgreich betrieben wird.

Seit neuestem ist Leckner zusammen mit drei weiteren Mitstreitern an einem neuen Projekt beteiligt. Zusammen mit Ursula Klemann, Gisela Hölscher und Roman Vidonyak wollen man alte Menschen dazu bringen, rauszukommen aus ihrem Zuhause. Nicht vereinsamen, etwas unternehmen, geistig fit werden. So die grobe Zielsetzung des Seniorenschach-Betreiber.

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Zweimal wöchentlich treffen sich mittlerweile 50 Senioren in Hausham und in Bad Wiessee und spielen Schach. Eine richtige Altersgrenze, auch nach unten hin, habe man nicht, so Mitinitiatorin Gisela Hölscher. Die älteste Spielerin ist 87. Und auch das Hinkommen sei kein Problem, so Hölscher. „Alle sind sehr rüstig und organisieren Fahrgemeinschaften. Auch Freundschaften haben sich schon gebildet. Das Projekt wird gut angenommen.“

Das Hotel zur Post in Bad Wiessee sei dabei ein optimaler Treffpunkt, wie die Waakirchnerin betont. Damit das Projekt auch weiterhin betrieben werden kann, braucht man nun aber neue Spielbretter. Größere Felder und größere Figuren. Seniorengerecht eben. 280 Euro kostet ein Set aus mehreren Brettern.

Ein Teil des Geldes hofft man von der Gemeinde Waakirchen als Unterstützung zu erhalten. Ein Antrag Hölschers läuft bereits. Und dann steht auch weiteren Standorten, wie beispielsweise in Gmund, nichts mehr im Weg.

Auch ein Turnier „Jung gegen Alt“ kann man sich vorstellen. Schülerschach gegen Seniorenschach sozusagen. Bei beiden hätte dann Horst Leckner seine Finger im Spiel. Ein Schachverrückter eben – im positiven Sinne.“


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