Benefizveranstaltung zugunsten Schulschach als Schulfach im Feichtner Hof

Spielend zu besseren Noten

Von Nicole Posztos

Schulschach als Schulfach – ein Thema, dass vor knapp zwei Jahren nicht nur Gemeinderäte, Bürgermeister und Lehrer am Tegernsee bewegte. Doch am Ende hatte der Schachenthusiast Horst Leckner Sponsoren, darunter auch die Tal-Gemeinden davon überzeugt, ihren Teil zum landkreisweiten Vorhaben beizusteuern.

Große Nachfrage – dritter Schachlehrer gesucht

Mittlerweile ist das Schulschach-Projekt trotz einiger Bedenken zum Start so gut angelaufen, dass etwa 550 Kinder an 19 Schulen im gesamten Landkreis von zwei hochqualifizierten Schachpädagogen unterrichtet werden.

„Dabei ist die Nachfrage deutlich höher, als es das Angebot der Lehrer zulässt,“ so der stellvertretende Landrat Arnfried Färber bei einer Benefizveranstaltung zugunsten des Schulschachprojektes im Feichtner Hof. Aus dem Grund wolle man zukünftig einen dritten Schachlehrer engagieren.

Doch dieser ist nicht ganz billig. Laut einer Kalkulation des Initiators Horst Leckner benötigte man, neben der Eigeneleistung der Eltern, weitere 30.000 Euro pro Jahr, die unter anderem über Sponsorengelder aufgebracht werden sollen.

Dabei ist am gestrigen Mittwoch das erste Drittel der benötigten Summe bereits eingenommen worden. Gut 10.000 Euro kamen bei der Benefizveranstaltung zusammen, die vom Lions Club Tegernsee initiiert worden war.

Mit dabei, neben viel Lokalprominenz und Schachschülern, auch der ehemalige Fernsehmoderator Dieter Kronzucker. In einer kurzweiligen Rede ging Kronzucker unter anderem auf die Geschichte des Schachspiels ein und erklärte seine ganz persönliche Definition des „Schachquotienten“:

Bildung schafft Orientierung und Orientierung kommt weiter. Durch das Schachspiel erlernen die Kinder, dass es wichtig ist sich zu konzentrieren, strategisch zu denken und aber auch verlieren zu können.

Der Unterschied zum Sport besteht vor allem darin, dass man Schach auch noch bis ins hohe Alter spielen kann.

Eine Sicht, die Arnfried Färber noch ergänzte: „64 Felder befinden sich auf dem Schachbrett, insgesamt 32 Figuren müssen bewegt werden – das ist für einen jungen Menschen unglaublich viel.“

Laut Färber bedeute das Schachspielen gleichzeitig auch das Erlenen von Disziplin und komplexen Zusammenhängen. Eine Eigenschaft, die vor allem in der heutigen Arbeitswelt unerlässlich sei. „Damit wollen wir das Niveau der Kinder, die ja gleichzeitig auch die künftigen Bewerber sein werden, anheben.“

Vor allem die positiven Auswirkungen auf die Schule wollten im Nachgang auch alle anwesenden Kinder bestätigen. So sagt beispielsweise die zehnjährige Michaela:

Ich spiele seit vier Jahren Schach, zwei davon intensiver. Und ich kann mich seither deutlich besser konzentrieren und seit zwei Jahren haben sich auch meine Noten verbessert.


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