Schaubäckerei für Gmund?

Ob in dem Haus am Gmunder Ortseingang wirklich einmal Krapfen und Schokoladenmasken angeboten werden, kann die TS-Redaktion nur vermuten. Denkbar wär‘s. Denn es ist einiges in der Planung.

Schau-Bäckerei und Kosmetikstudio soll sich in Gmund ansiedeln. / Quelle: pixabay.de

Ein Haus – drei Eingänge – drei Hausnummern: es ging um die Nutzungsänderung zum Wohn- und Geschäftshaus in der Tegernseer Straße 10, 12 und 14, mit dem sich der Gmunder Ortsplanungsausschuss am Dienstagabend befasste.

Kosmetikstudio statt Bistro

Bauamtsleiterin Christine Wild berichtete, dass in der Hausnummer 14 ursprünglich einmal ein Bistro mit Ladenverkauf geplant war. Dies hat sich geändert. Nun liegt ein Bauantrag auf einen Kosmetikstudio vor. Das Bauvorhaben liegt im Bebauungsplan „Viehhallenplatz“, so fuhr Wild fort. Und dass der Änderung vom baurechtlichen nichts entgegenstehen würde.

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Stellplätze muss das Kosmetikstudio jetzt nur noch vier nachweisen. Fünf waren es noch für ein Bistro gewesen. Damit leitete sie die Diskussion ein, die Bürgermeister Alfons Besel (FWG) positiv bestätigte: Die Planung sei unstrittig, meinte er. Sein Vice Georg Rabl (FWG) jedoch meldete Bedenken an. Er sieht die Gefahr, dass sich in dem Haus am Ortseingang eine Art „Sammelsurium“ an Gewerbe ansiedeln könnte und forderte ein Gesamtkonzept für das Haus.

Franz von Preysing (CSU) unterstützte das Projekt gerade deshalb, weil der Bauwerber nicht nur Autofahrer ansprechen möchte, sondern Fahrradständer in der Planung vorgesehen hat. Alle Gremiumsmitglieder stimmten zu. Rabls Wunsch nach einem Gesamtkonzept wird vermerkt.

Bäckerei statt Laden

Für die Hausnummer 10 ist eine Nutzungsänderung von einem Ladengeschäft in eine Schaubäckerei mit Verkauf geplant. „Der Verkaufsraum ist genehmigt“, berichtete Bauamtsleiterin Christine Wild. Die bestehende Treppe solle entfernt werden. Dafür solle ein neuer Zugang zu der Bäckerei mit Verkaufstheke geschaffen werden. Eine Bewirtschaftung etwa als Stehcafè sei jedoch nicht geplant.

Der Stellplatz, den das Kosmetikstudio nicht nachweisen muss, wird hier gebraucht, meinte Wild, womit die Gesamtanzahl dann wieder ausgeglichen ist. Zum Teil befinden sich diese hinter dem Haus, in der Tiefgarage oder anderswo in der Nähe. Viel Diskussionsbedarf gab es nicht zu diesem Tagesordnungspunkt.

Lediglich Georg Rabl machte sich Sorgen um den Emissionsschutz. Von störender Abluft hätten sich neben einer Rottacher Bäckerei Anwohner beeinträchtigt gefühlt, so Rabl. Darum müsse man sich nicht sorgen, meinte der Bürgermeister. Man könne annehmen, dass in einer neuen Bäckerei alles modern wäre. Zum Schluss merkte Barbara von Miller (SPD) noch an, dass man dem Bauwerber Tipps geben könne, welche Fahrradständer gut seien, da man sich dahingehend schon informiert habe.

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