Schnelltests und Schule – klappt das?

von Filiz Eskiler

Helfen regelmäßige Tests tatsächlich, den Schulbetrieb zu erleichtern? Wird an der Realschule in Gmund überhaupt schon getestet? Und wie sieht es eigentlich mit den Impfungen aus? Der Schulleiter Tobias Schreiner findet Antworten auf diese Fragen.

Der Lehrer Wilhelm Härtle erklärt in einer 10. Klasse die Durchführung der Selbsttests. / Quelle: Tobias Schreiner.

Während die fünften bis neunten Klassen im Wechselbetrieb unterrichtet werden, haben die Abschlussklassen an der Realschule Tegernseer Tal in Gmund aktuell täglich Unterricht vor Ort. Herausfordernd, meint der Schulleiter Tobias Schreiner auf Grund der einzuhaltenden Abstandsregelungen.

Um den Schulbesuch sicherer zu machen, sollen nun regelmäßige Schnelltest helfen. Das könnte ein wichtiger Beitrag zur Pandemiebekämpfung sein, meint der Schulleiter Tobias Schreiner. “Auf jeden Fall würde man so ein realistisches Bild des Infektionsgeschehens bekommen und hätte die Möglichkeit, Infektionsketten schneller zu durchbrechen”.

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Mitte März hat die Schule dafür bereits 500 Schnelltests bekommen. Seit dem 22. März werden die Tests in einigen höheren Klassen durchgeführt, um Erfahrungen damit zu sammeln. Laut Schreiner haben etwa 80 bis 90 Prozent der Eltern ihr Einverständnis dafür gegeben. “Dafür bin ich dankbar, denn nur mit hoher Beteiligung erhalten wir brauchbare Ergebnisse”, betont der Schulleiter.

Pädagogisches Fingerspitzengefühl ist gefragt

Beaufsichtigt werden die Tests von Lehrern der Realschule. Geklappt habe das bisher gut. Je jünger die Kinder allerdings sind, desto größer wird die Herausforderung. Schreiner erzählt:

Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass bei der Probenentnahme manche niesen müssen. Das ist dann natürlich von der Infektionsgefahr her keine optimale Situation, weil die Schüler gemeinsam im Klassenzimmer sitzen und für die Tests auch kurz die Masken abnehmen müssen.

Sollte dann ein Schnelltest positiv sein, brauche es viel pädagogisches Fingerspitzengefühl, um die Situation zu begleiten, bis das aussagekräftigere Ergebnis des PCR-Tests da ist, verdeutlicht Schreiner weiter. Durch Vorgespräche und Aufklärung wird versucht, den Schülerinnen und Schülern mögliche Ängste zu nehmen. “Kinder und Jugendliche gehen insgesamt mit den Zumutungen der Pandemie sehr verantwortungsvoll um, ist meine Erfahrung”, erzählt Schreiner.

Während das Testen gut durchzuführen ist, kommt das Impfen der Lehrkräfte nicht voran. “Für Lehrkräfte ab der 5. Klasse gibt es derzeit kein Impfangebot, entsprechend sind auch die Lehrkräfte an meiner Schule noch nicht geimpft”, so Schreiner über die Situation an der Realschule Gmund.

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