Aktuelle Meldung: Hauptschul-Verbund mit Waakirchen gescheitert

Anmerkung vom 17. November / 10:04 Uhr
Es hatte sich bereits abgezeichnet, aber nun ist es sicher. Der von Seiten Gmunds geplante Verbund mit Waakirchen zur Erlangung des Mittelschule-Status ist gescheitert.

Die Gründe sind vielschichtig und teilweise auch politischer Natur. Als wichtigste Ursache gilt jedoch, dass sich die Übertrittszahlen in Waakirchen und im Tegernseer Tal verändert haben, so dass die benötigten 300 Hauptschüler über einen geforderten Zeitraum von 5 Jahren nicht mehr erreicht werden können. Somit ist auch die Gründung des avisierten Verbundes Gmund-Waakirchen nicht umsetzbar.

Mit diesem Verbund wollten die Verantwortlichen im Verband mit der Hauptschule Rottach-Egern den Status der Mittelschule erreichen. Wie das genau funktioniert hätte, kann man in diesem Beitrag nachlesen.

Nun ist dieser Plan gescheitert. Und darüber zeigte sich Bürgermeister von Preysing enttäuscht. Vor allem wegen der zukünftig mangelnden Chancengleichheit der Hauptschüler am Arbeitsmarkt. Wenn nämlich mittelfristig die meisten Hauptschulen in Oberbayern den Status einer Mittelschule erreichen, wird es für den “normalen” Absolventen schwer. Denn formale Qualifikation hört eben nicht an der Gemeindegrenze auf.

Aus dem Grund regte von Preysing auch an, dass die Überlegungen für den Verbund über das Tegernseer Tal hinausgehen müssen. Somit stehen nun weitere Gespräche mit anderen Gemeinden im Landkreis an. Das Ziel: Eine nachhaltige Kooperation, die am Ende vor allem den Schülern nützt.

Waakirchens Bürgermeister Hartl hält sich beim Schulthema alle Optionen offen

Ursprünglicher Artikel vom 13. August mit der Überschrift “Schulpolitik im Tal: Waakirchen hält sich für den Schulverbund alle Optionen offen”:
So richtig entscheiden will man sich in Waakirchen beim Thema Hauptschule / Neuer Schulverbund scheinbar auch nicht. Wie die Tegernseer Zeitung heute berichtet, ziert sich der Waakirchener Gemeinderat etwas mit der endgültigen Zusage, ob man dem Schulverbund mit Gmund will oder nicht. Wir waren selbst nicht auf der Sitzung, weil Waakirchen eigentlich nicht mehr zu unserer “Aufgabe” gehört – wir schreiben über das Tegernseer Tal.

Beim Thema Schule ist die Entscheidung aus Waakirchen aber trotzdem wichtig. Es geht darum, ob das Tegernseer Tal irgendwie doch noch den Status Mittelschule erreichen kann oder nicht.

Keine Schnellschüsse mehr, keine Alleingänge

Und genau das ist auch der Punkt, der den Waakirchner Gemeinderäten Kopfzerbrechen bereitet: “Ich will wissen, ob wir mit dem Verbund den Status Mittelschule bekommen”, sagte Bürgermeister Hartl laut Tegernseer Zeitung. Dass das alleine durch den Verbund Waakirchen-Gmund noch nicht gesichert ist, ist auch den Talgemeinden klar. Dafür müssen erst einmal Anträge gestellt und geprüft werden. Der eigentliche Plan stammt vom Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing, der mit dem Konstrukt “Verbund Gmund-Waakirchen” und anschließend einen “Verband” mit den restlichen Talgemeinden bilden, irgendwie doch noch die Mittelschule realisieren möchte (mehr Info im Artikel weiter unten).

Klar ist aber auch in Waakirchen geworden, dass man nicht mehr bereit ist, beim Thema Schule vorschnell irgendwelche Zusagen oder Verbünde einzugehen. Die allgemeine Verunsicherung, die im Tal bei der Schulpolitik herrscht, ist auch in Waakirchen angekommen. Bevor man eine Entscheidung treffen könne, will Waakirchen erstmal mit Vertretern des Schulamtes, der Regierung Oberbayerns, den Schulleitern und Elternvertretern sprechen.

Müssen die Schüler nach Holzkirchen oder nach Gmund?

Eins ist Waakirchen aber absolut bewusst: Die Hauptschule im Ort ist alleine nicht zu halten. Bereits heute gehen die Klassen fünf, sechs und neun in Holzkirchen zur Schule. “Die bekommen wir niemals mehr zurück” sagt auch Günther Schmöller, Rektor der Schule und Gemeinderat, laut Tegernseer Zeitung. Und Bürgermeister Hartl machte klar, dass der Bau einer gemeinsamen Hauptschule in Gmund wohl doch die beste Lösung gewesen wäre.

Jetzt kann man gespannt sein, ob sich die Gemeinden aus dem Tal und Waakirchen wenigstens auf die zweitbeste Lösung verständigen können. So klar, wie das der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing in der letzten Zeit dargestellt hat, scheint die Sache zumindest nicht. In Waakirchen will man sich zumindest alles Optionen (auch die in Richtung Holzkirchen) offenhalten und rennt dem Verbund mit Gmund nicht gerade hinterher. Man darf also gespannt sein.


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