Sechs Einsätze an einem Tag

von Filiz Eskiler

Gestern kam es auf der Autobahn A8 in beide Richtungen zu mehreren Unfällen. Nachdem die Einsatzkräfte bis zum frühen Vormittag bereits fünf mal ausrücken mussten, kam es wenige Stunden später erneut zu einem Einsatz bei Holzkirchen.

Auf der A8 kam es zu mehreren Unfällen. / Quelle: Thomas Gaulke

Ein 42-Jähriger war gestern auf der Autobahn A8 in Richtung Salzburg unterwegs. Er fuhr auf dem linken Fahrstreifen, als er gegen 14:50 Uhr kurz vor der Tank- und Rastanlage Holzkirchen Süd die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Der 42-Jährige kam auf der schneematschbedeckten Fahrbahn ins Schleudern und krachte gegen die rechte Schutzplanke. Er und seine 45-jährige Beifahrerin blieben bei dem Zusammenstoß unverletzt.

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“Zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kam es nicht”, so die Polizei Holzkirchen. Allerdings entstand ein Sachschaden an Fahrzeug und Schutzplanke von insgesamt 11.000 Euro. Der 42-Jährige muss jetzt mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Zu schnell auf matschiger Fahrbahn

Die Autobahnpolizei Holzkirchen berichtete von fünf weiteren Einsätzen am Sonntag. Davon hätte “jeder Unfall durch eine angepasste Geschwindigkeit an die Wetter- und Straßenverhältnisse vermieden werden können”, hieß es von Seiten der Polizei.

Ursprünglicher Artikel vom 14.03.2021 mit der Überschrift: „Unfall-Chaos auf A8“

Gegen 07:00 Uhr befuhr ein 49-Jähriger die A8 Richtung Salzburg. Auf dem mit Schneematsch bedeckten Fahrstreifen kurz nach der Anschlussstelle Hofolding verlor er allerdings die Kontrolle über sein Fahrzeug, wie die Polizei Holzkirchen berichtet:

Er schleuderte über alle drei Fahrstreifen nach rechts auf den Grünstreifen und prallte dort gegen einen Baum. Er konnte äußerlich unversehrt sein Fahrzeug verlassen, wurde jedoch zur weitergehenden Untersuchung in Klinikum verbracht.

Er muss nun mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Zur Absicherung und Säuberung der Unfallstelle war die FFW Brunnthal und die Autobahnmeisterei Holzkirchen im Einsatz.

Das Fahrzeug wurde bei dem Unfall derart beschädigt, dass von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgegangen wird. Die Schadenshöhe wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt.

Bilder von dem Unfall bei der Anschlussstelle Hofolding. / Quelle: Thomas Gaulke.

Bei der Anschlussstelle Irschenberg verlor ein 47-Jähriger ebenfalls die Kontrolle über sein Fahrzeug. Gegen 07:30 Uhr fuhr er auf der A8 Richtung Salzburg, als er von der schneebedeckten Fahrbahn nach rechts abkam und in die rechte Schutzplanke krachte. Der Fahrer konnte unverletzt seinen Wagen verlassen.

„Der Schaden an Schutzplanke und Fahrzeug wird hier auf etwa 10.000 Euro geschätzt“, so die Autobahnpolizeistation (APS) Holzkirchen. „Für die zu erwartende Geldbuße hinterlegte der Unfallverursacher vor Ort eine Sicherheitsleistung“.

Drei Fahrzeuge in Unfall verwickelt

Knapp zwei Stunden später krachte es auf der Gegenfahrbahn. Gegen 09:00 Uhr geriet ein 44-Jähriger kurz nach der Anschlussstelle Holzkirchen auf der linken Fahrspur ins Schleudern. Dabei stieß er mit dem Wagen eines 41-jährigen Miesbachers zusammen, der rechts neben ihm fuhr.

Daraufhin kam der Miesbacher ebenfalls nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen auf der rechten Fahrspur fahrenden Wagen einer 54-Jährigen. Der Unfallverursacher schleuderte währenddessen weiter nach rechts von der Fahrbahn ab und landete letztlich im Wildsperrzaun neben der Autobahn. Er und der 41-Jährige, sowie dessen 39-jährige Ehefrau, wurden bei dem Unfall leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Hier waren zur Absicherung und Säuberung der Fahrbahn die FFW Weyarn und die Autobahnmeisterei Holzkirchen im Einsatz. Der Unfallverursacher muss sich wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall verantworten.

Der entstandene Sachschaden an den Fahrzeugen und dem Zaun wird auf insgesamt etwa 20.000 Euro geschätzt.

21-Jährige bleibt quer zur Fahrbahn stehen

Nur wenige hundert Meter von dem Unfallort entfernt kam es um 11:30 Uhr erneut zu einem Einsatz. Eine 21-Jährige fuhr auf dem mittleren Streifen, als sie ebenfalls auf Grund der mit Schneematsch bedeckten Fahrspur ins Schleudern geriet. Dabei krachte sie in die linke Schutzplanke und blieb quer zur Fahrbahn auf der Straße stehen.

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Ein 44-Jähriger konnte dem Fahrzeug nicht rechtzeitig Ausweichen, und fuhr mit seinem Kastenwagen in die Fahrerseite der 21-Jährigen. „Alle unfallbeteiligten Fahrzeugführer, sowie der 26-jährige Beifahrer des Kastenwagen wurden durch den Unfall leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser verbracht“, berichtet die Polizei Holzkirchen. Im Einsatz waren wieder die FFW Weyarn und die Autobahnmeisterei Holzkirchen. Auch hier muss sich die Unfallverursacherin wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall verantworten.

Der hier entstandene Sachschaden beläuft sich hier auf etwa 26.000 Euro.

Glück im Unglück

Gegen 11:50 Uhr kam es in der Gegenrichtung erneut im selben Autobahnabschnitt zu einem Unfall. Ein 34-Jähriger war auf dem mittleren Fahrstreifen unterwegs, als er auf der winterglatten Fahrbahn ins Schleudern geriet und nach rechts von der Fahrbahn abkam.

„Dann hatte er Glück im Unglück“, so die Polizei Holzkirchen. Denn der 34-Jährige konnte sein Fahrzeug unter einem großen Vorwegweiser-Schild durch lenken, welches rechts im Grünstreifen steht. So streifte er die massiven Stützen von dem Schild nur leicht.

Das Fahrzeug kam schließlich rechts neben der rechten Schutzplanke zum Stehen, der Fahrer konnte den Wagen unverletzt verlassen. Er muss mit einer Geldbuße und einem Punkt in Flensburg rechnen. Der Sachschaden wird hier auf insgesamt rund 20.000 Euro geschätzt.

Die APS Holzkirchen meint zu den vielen Unfällen:

Abschließend muss hier gesagt werden, dass jeder Unfall durch eine angepasste Geschwindigkeit an die Wetter- und Straßenverhältnisse hätte vermieden werden können.

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