Gemeinde Gmund verleiht Bürgermedaillen

Seltene Ehrung im Dreierpack

Wenn sich jemand jahrelang um die Gemeinde verdient gemacht hat, kann der Bürgermeister dies mit einer Auszeichnung belohnen. Gmund hat dafür die Bürgermedaille, doch diese hohe Auszeichnung wird nur selten verliehen.

Während der Gemeinderatssitzung am Dienstag konnten sich nun gleich drei Ehrenamtliche über diese Würdigung ihres besonderen Engagements freuen.

Die Geehrten (v. l.): Peter Schwarzfischer, Anton Grafwallner und Marinus Dießl mit Bürgermeister von Preysing.
Die Geehrten (v.l.): Peter Schwarzfischer, Anton Grafwallner und Marinus Dießl mit Bürgermeister von Preysing.

Im Landkreis Miesbach gibt es verschiedene Auszeichnungen, die für ehrenamtliches Engagement verliehen werden. Auch die Gemeinde Gmund hat eine solche zu vergeben: die Bürgermedaille. Mit ihr bedankt sie sich bei Personen, die sich in besonderer Weise um die Gemeinde verdient machen oder dies in der Vergangenheit getan haben. Allerdings geschieht das relativ selten und auch „nicht nach dem Gießkannenprinzip“, wie Bürgermeister Georg von Preysing betont:

Der Stellenwert der Bürgermedaille ist in unserer Gemeinde sehr hoch. Während meiner Amtszeit habe ich sie noch nicht oft verliehen.

Tatsächlich fand die letzte Verleihung 2007 statt. Damals wurde Beni Eisenburg damit bedacht. Diesmal, sieben Jahre später, empfingen gleich drei verdiente Talbürger die seltene Ehrung aus der Hand des Bürgermeisters: Marinus Dießl, Anton Grafwallner und Peter Schwarzfischer. Im Rahmen der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend erfolgte die feierliche Verleihung der Medaillen, Urkunden und Anstecknadeln mit einer anschließenden Feier im Restaurant Seeglas.

Langjähriges Engagement im Gemeinderat

Jeder der drei Geehrten hat wichtige Projekte initiiert und vorangetrieben. Die Auflistungen der ehrenamtlichen Aktivitäten, die von Preysing bei der jeweiligen Verleihung nannte, sind bei allen Kandidaten lang. Auch sind ihm diese Ehrungen eine Herzensangelegenheit, wie er sagte: „Mein kommunalpolitischer Weg war mit euch dreien stets eng verbunden. Daher ist es eine Ehre für mich, euch diese Bürgermedaillen noch in meiner Amtszeit zu verleihen.“

So war Marinus Dießl neben seinem Engagement im Sport- und Trachtenverein unter anderem 36 Jahre lang Mitglied des Gemeinderats, davon 12 Jahre Vize-Bürgermeister. Während dieser Zeit engagierte er sich beispielsweise für die Verwirklichung des Sportplatzes und der Turnhalle in der Grundschule. Auch die schwierige Gebietsreform, als Gmund und Dürnbach zusammengelegt wurden, trug er maßgeblich mit. Darüber hinaus ist Dießl amtierender Vorstand des VdK. Für ihn sei es selbstverständlich, sich für die Belange der Gemeinde einzusetzen. Es habe ihm auch immer viel Freude gemacht, so der Politiker in seiner Dankesrede.

Anton Grafwallner gehörte dem Gemeinderat 24 Jahre lang an. Als Behindertenbeauftragter der Gemeinde Gmund und des Landkreises Miesbach bekleidet er – selbst seit vielen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen – eine Vorreiterrolle. Mit der Gründung diverser Arbeitskreise und Vereine, zum Beispiel einer MS-Selbsthilfegruppe und der Nachbarschaftshilfe Tegernseer Tal, hat er bereits viel erreicht. Doch auch für die Zukunft hat sich Grafwallner noch viel vorgenommen. „Vielleicht kann ich ein bisschen Vorbild sein, dass sich auch andere engagieren“.

Ohne Rückhalt aus der Familie geht es nicht

Als einziger der drei Geehrten ist Peter Schwarzfischer nicht Mitglied im Gmunder Gemeinderat. Der Internist engagierte sich an anderer Stelle für die Gemeinde, unter anderem als Mitbegründer der „Agenda“-Bewegung und seit vielen Jahren federführend als Mitglied bei der „Agmunda“ und in verschiedenen Arbeitskreisen im Tegernseer Tal. Neben dem Projekt „Dorfladen“, bei dem er auch im Gesellschafterbeirat saß, hob er auch das Netzwerk „Gesundes Land“ mit aus der Taufe. Schwarzfischer ist auch als Lektor für die Pfarrei tätig. Darüber hinaus schätzt ihn von Preysing als guten Ratgeber und kritischen Beobachter der Parteien-Aktivitäten im Landkreis.

Der Bürgermeister verband die Ehrungen mit der Bitte, auch weiterhin der Gemeinde mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Da so viel Engagement immer mit Entbehrungen der Familie einhergeht, hatte man auch an die Ehefrauen gedacht. Bei ihnen bedankte sich Preysing für die Opfer, die sie gebracht haben und immer noch bringen, mit Blumen und der Einsicht: „Ohne den Rückhalt aus der Familie wäre dieses Engagement nicht möglich. Daher auch ein herzliches ‚Vergelt’s Gott’ an die Ehefrauen und Familien.“


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