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Ausstellung in Tegernsee zeigt 50-jähriges Wirken der Wasserretter

Sicher am See dank DLRG

Von Rose Beyer

Schwimmen beibringen und für Sicherheit am und auf dem See sorgen. Das ist seit der Gründung des Tegernseer Ortsverbandes der DLRG die Hauptaufgabe der Vereinigung.

1963, vor 50 Jahren, wurde der Ortsverband der Deutschen Lebensretter Gesellschaft e. V. gegründet. Seit 30. Oktober macht eine Wanderausstellung in Tegernsee auf die wichtige Arbeit der Retter aufmerksam, die schon so manchem im Tal das Schwimmen beibrachten.

Bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung in der Sparkassenfiliale Tegernsee.
Bei der Eröffnung der Jubiläumsausstellung in der Sparkassenfiliale Tegernsee.

„Ehrenamtliche Arbeit ist für Tegernsee sehr wichtig“, unterstrich Peter Sieben bei seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung am 29. Oktober. Er bedankte sich bei den ehrenamtlichen Rettern für deren Hilfe. „Wir haben viel Strand, viele Touristen und durch die DLRG ein hohes Sicherheitsgefühl. Dafür ein großes Dankeschön.“ Unterstützt wird die DLRG vom Förderverein-Notarztgruppe Tegernseer Tal, welcher in dieser Ausstellung auch vertreten ist.

Tödlicher Bootsunfall sorgte für Gründung vor 50 Jahren

Die Ausstellung soll zum Jubiläum einen Überblick über die vergangenen 50 Jahre der DLRG in Tegernsee geben. Auslöser der Gründung war ein tragischer Bootsunfall im Jahre 1962, bei dem die Insassen ertranken. Willi Lang wollte nicht länger untätig bleiben und erkannte, wie wichtig es ist, schwimmen zu können. Zur damaligen Zeit war das längst nicht selbstverständlich.

Also suchte er Gleichgesinnte für eine Wasserrettung am Ort. 18 Mitglieder waren 1963 zur Gründung bereit. Einmal wöchentlich fuhren die aktiven ehrenamtlichen Helfer nach München – zum Schwimmtraining und um die Rettungsscheinprüfung abzulegen. Dringend notwendige technische Ausrüstung wurde angeschafft und die Ausbildung weiter forciert.

Ein ausgemustertes Rundfahrtboot wurde zum Rettungsdienstboot, ein Erste-Hilfe-Koffer tat seinen Dienst. Als „Vereinsheim“ diente eine kleine Umkleidekabine im Strandbad Tegernsee. Schnell verbesserten die Helfer durch unermüdlichen Eigeneinsatz ihre Ausrüstung: von 1967 bis 1968 bauten Willi Lang, Günther Probst und Horst Wellendorf in unzähligen Arbeitsstunden ein eigenes Kabinenboot.

Schwimmen lehren als Hauptaufgabe – hier messen sich die, die es schon können, bei der Ortsverbands-Meisterschaft.

Weil Tegernsee damals noch kein Hallenbad hatte, konnte die Ausbildungsarbeit ausschließlich im Sommer laufen. Erst 1969, mit der Eröffnung des Tegernseer Hallenbades, war auch im Winter die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung möglich.

Mit den Jahren wurde die DLRG bekannter und beliebter. 1974 war die Mitgliederzahl auf 74 gestiegen. 1975 bekamen die Retter von den Stadtverantwortlichen in einem Seitengebäude im Strandbad eine große Sammelumkleide zur Verfügung gestellt, die zu einem ordentlichen Wachraum ausgebaut wurde.

Motorboot und der Herzog als Namenspate

Ab 1976 übergab der DLRG Landesverband Bayern ein erstes DRACO-Motorrettungsboot für den Tegernsee. Die Patenschaft übernahm die damalige Zweite Bürgermeisterin, Maria Heiß. Den Bootsnamen stellte Herzog Max in Bayern höchstpersönlich zur Verfügung. Auch die ersten beiden Funkgeräte wurden angeschafft.
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1978 legten zwei Mitglieder mit ihrer Prüfung zum Rettungstaucher den Grundstein für die Taucherstaffel. Jetzt ging es Schlag auf Schlag mit den Highlights: 1979 kam zur Rettungsstation ein Bootsraum dazu. 1984 kam das 200. Mitglied in den Ortsverband, und gleichzeitig gründete sich die DLRG-Jugend – ein wichtiger Schritt zur Daseinsvorsorge.

Seit 1978 gibt es auch Taucheinsätze.

ist heute dagegen fraglicher denn je.

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