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Große Übung in Hausham - auch Einsatzkräfte aus dem Tal proben Ernstfall

Simulierter Sturm sorgt für Großeinsatz

Von Felix Wolf

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Ein Wegstück im Wald zwischen Hausham und Wörnsmühl. Unter einem Baum ist ein Mensch eingeklemmt. Nur wenige Meter weiter liegt einer im Gehölz. Das Gelände ist unwegsam. Wie soll hier eine Bergung klappen? Doch den Einsatzkräften gelingt es in kurzer Zeit, die Verletzten zu bergen. Zum Glück war es nur eine Übung.

Die gestrige Einsatzübung des landkreisweiten Hilfeleistungskontingents ist mittlerweile die Dritte ihrer Art. Bei den ersten beiden Übungen wurde unter anderem ein Hochwasser simuliert. Am Samstag Vormittag ging es unter dem Motto Sturmschäden in den Wald. Dabei mussten alleine 155 Einsatzkräfte koordiniert werden, darunter 120 Feuerwehrler – auch aus dem Nordlandkreis. Zusätzlich kamen 25 Mitarbeiter der bayerischen Staatsforsten und zehn Bergwachtsangehörige zu der Einsatzstelle.

Das sogenannte Hilfeleistungskontingent wurde nach den Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, ganze Trupps in Alarmbereitschaft zu versetzen und diese in andere Landkreise zu schicken, sofern der eigene nicht betroffen ist.

„Die Realität sieht oft anders aus“

Und so wurde gestern zuerst ausgebildet und dann geübt. Bei der Ausbildung ging es darum, den Umgang mit der Motorsäge an umgefallenen Baumstämmen unter Spannung zu beherrschen. Bei der darauffolgenden Übung in unwegsamem Gelände sollten die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Feuerwehren sowie die Organisation und der Einsatz der Ausrüstung verbessert werden.

Dabei, so erklärt es Kreisbrandrat Anton Riblinger, sei ein reibungsloser Ablauf zwischen den verstreuten Kräften nicht selbstverständlich. Die Übungen sind darum auch eine wichtige Voraussetzung für die echten Einsätze. Zu 90 Prozent übt man, im Optimalfall bei einem Wetter wie gestern. Die Einsätze gestalten sich dann meistens aber etwas anders, wie Riblingers Kollege Andreas Händel betont:

Solche Übungen bei perfektem Wetter sind natürlich toll. In der Realität kommen die Einsätze aber nachts um 3 Uhr bei Nebel und 4 bis 6 Grad vor.

So konnte man gestern in Ruhe alles einstudieren und vor allem einige Erkenntnisse mitnehmen, wie Markus Kirmayr erklärt: „Im Wald herrscht schlechte oder oft gar keine Handyverbindung. Die Ortskenntnis von Waldarbeitern ist darum unerlässlich.“

Gleichzeitig sollte damit aber auch jedem klar sein: Bei einem Unfall in einem – oft abgelegenen – Waldstück muss mit einer langen Wartezeit gerechnet werden, bis Hilfe eintrifft. Wer sich also bei Sturmwarnung in die bergigen Wälder wagt, sollte sich das möglicherweise zweimal überlegen.

Hier noch einige Bilder der gestrigen Übung – alle Bilder Felix Wolf

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