Ein Tegernseer in Kitzbühel:
Skisportler Anton Tremmel über Kitzbühel: “Die Piste war hart wie Beton”

Mit zwei stand Anton Tremmel erstmals im Hof auf den Skiern. Mit fünf ging es in den Skiclub Rottach-Egern. Für den Leistungssport entschied er sich mit 14.

Unverkennbar der Tegernsee-Helm. Foto: Miriam Steffens vom DSV

Zum dritten Mal startete der 29-jährige Anton Tremmel beim Weltcup-Slalom in Kitzbühel. Im ersten Jahr (2020) landete er auf Rang 18. Ein Jahr später kämpfte er sich auf den 17. Platz. Dieses Jahr fährt Tremmel nur auf den 23. Platz. “Seine Leistungen sind aus meiner Sicht sehr hoch einzuschätzen, da er von einer schweren Verletzung zurückkommt. Hier im Worldcup Rennen gleich wieder in die Punkte zu fahren, ist schon saustark,” so Christian Schiffmann, Vorstand vom SC Rottach-Egern.

Anton Tremmel ist hingegen selbstkritisch: “Beim Rennen dieses Jahr fanden wir Rennläufer extrem fordernde Verhältnisse vor. Einerseits ist der Hang an sich mit seinem ungleichmäßigen Gelände, den vielen Wellen und Übergängen schon sehr anspruchsvoll und zum anderen war die Piste dieses Jahr extrem vereist worden, d. h. wirklich hart wie Beton und sehr rutschig.”

Tremmel schreibt, dass er mit diesen Verhältnissen nicht gut klarkam und deswegen keine “wirklich gute Leistung” zeigen konnte. “Mein persönliches Highlight in Kitzbühel war bis jetzt mein allererster Durchgang auf dem Ganslernhang”, da landete Tremmel im ersten Durchgang auf dem 7. Platz.

“Bis zu U16 zählte er aber schon zu den stärksten seines Jahrgangs im Oberland und auch deutschlandweit, auch wenn er hier noch nicht ganz an der Spitze war. Das zeigt, dass mit viel Fleiß und hartem Training immer alles möglich ist, auch wenn man in jungen Jahren nicht der Überflieger war. Oft wird aber von Verbandsseite zu früh zu viel selektiert”, so Schiffmann über die Karriere des Tegernseer.

Anton Tremmel kam in der Saison 2022/23 richtig in Fahrt, er wurde von Rennen zu Rennen besser. In Adelboden erreichte er sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis: Platz 13. Nur wenige Tage folgte dann ein herber Rückschlag: Beim zweiten Durchgang rutschte der Rennfahrer weg. Er zog sich eine Knorpelverletzung am linken Knie zu. Nach einer Operation musste der Tegernseer die Restsaison aussetzen.

Erfolge

Der Skiathlet aus Rottach-Egern begann seine internationale Karriere im Jahr 2009 mit den Internationalen Deutschen Meisterschaften. Zu seinen wesentlichen Erfolgen zählen der Deutsche Meister im Slalom (Winter 2020/21), zeitgleich mit Sebastian Holzmann. In der Saison 2021/22 fuhr Tremmel zweimal in die Weltcup-Punkteränge und belegte am Saisonende Platz 42 in der Weltrangliste. Auf Platz zwei fuhr er beim Europacup-Slalom in Meiringen, Schweiz (Winter 2020/21). Sein zweiter Platz im Parallelslalom von Tignes im Jahr 2018 führte zu seiner Nominierung für die Weltmeisterschaften.

Slalom-Weltcup Sieger 2024

Linus Straßer hat den Slalom-Weltcup ins Kitzbühel gewonnen und feiert damit seinen größten Erfolg. Der Münchner gewann mit 14 Hundertstel Sekunden vor dem Schweden, Kristoffer Jakobsen. Der Schweizer Daniel Yule landete auf Platz drei. Tremmel freut sich mit: “Mit Linus Strasser, Sebastian Holzmann und meinen anderen Teamkollegen habe ich mit die besten Sportler ihrer Zunft um mich herum, von denen ich mir immer wieder Dinge abschauen und Inspirationen holen kann.”

Für die Zukunft hofft Tremmel, dass er sich weiter von seiner Knieverletzung erholt und “schmerzfrei” wird. “Und dann möchte ich mich über konstant gute Leistungen in den Rennen, die ich im Training schon oft zeige, in den Ranglisten nach vorne arbeiten und um gute Platzierungen kämpfen.”

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