Alles was Sie über die Fastenzeit wissen müssen
So geht Fasten richtig

von Laura Lorefice

Schluss mit Schlemmen. Jetzt wird verzichtet. Der Aschermittwoch läutet traditionell das Ende des Karnevals und den Beginn der Fastenzeit ein. 40 Tage soll auf Genussmittel oder schlechte Angewohnheiten verzichtet werden. Alles über den Ursprung der Fastenzeit, Tipps zum richtigen Fasten und wie sie die 40 Tage kulinarischer Enthaltsamkeit durchhalten.

Nach der Weihnachtszeit soll jetzt wieder mehr gesundes Essen auf den Tisch kommen.
Nach der Weihnachtszeit soll jetzt wieder mehr gesundes Essen auf den Tisch kommen.

Ob auf Alkohol, Schokolade oder Zigaretten – Zur Fastenzeit versuchen wieder Millionen Deutsche auf Genussmittel, Konsumgüter oder schlechte Angewohnheiten zu verzichten. Traditionell bereiten sich Christen mit dem Beginn der Fastenzeit auf Ostern vor.

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Durch die kulinarische Enthaltsamkeit soll man sich wieder auf das Wesentliche besinnen. Doch welchen Hintergrund hat die Fastenzeit und mit welchen Tipps kann man die 40 Tage Verzicht durchhalten? Alles was sie über die Fastenzeit wissen müssen:

Wo hat die Fastenzeit ihren Ursprung?

Die Tradition des Fastens geht bis ins vierte Jahrhundert zurück. Damals führte die Kirche eine 40 tägige Fastenzeit ein, damit sich Christen während der Bußzeit auf das wichtigste Fest im Christentum – dem Osterfest, vorbereiten. 

„Altchristlich bedeutete Fasten die Beschränkung auf eine tägliche Mahlzeit und Verzicht auf Fleisch und Wein – außer am Sonntag“, erklärt Manfred Nielen vom Erzbistum Hamburg gegenüber dem Newsportal für Schleswig-Holstein auf shz.de.

Außerdem umfasse die knapp siebenwöchige Vorbereitung auf Ostern mehr als nur das Fasten. Gebete, Zeichen der Nächstenliebe und Versöhnung seien weitere wesentliche Elemente, so Nielen. An Aschermittwoch und Karfreitag gelte das Festangebot kein Fleisch zu essen.

Wie fastet man richtig und gesund?

“Beim Fasten geht es immer um das Wohlgefühl eines jeden Einzelnen. Jeder muss für sich herausfinden, was ihm gut tut und was ihm liegt”, meint Bettina Knörr, Qualifizierte Diät-und Ernährungsberaterin aus Miesbach. So könne man zum Beispiel nur am Morgen fasten oder nur einen Tag in der Woche. “Allerdings würde ich keine Experimente über einen längeren Zeitraum vorschlagen, da dass schlechte Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben kann”, so Knörr.

Voraussetzung sei immer, dass man gesund ist. “Ein Diabetiker beispielsweise, sollte nur unter ärztlicher Betreuung fasten.”, rät Knörr. In der Regel beginne man eine klassische Fastenkur mit der Entlastung des Darms. Dazu nimmt man nur flüssige Nahrung zu sich. “Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, wichtig sind mineralreiche Drinks, wie zum Beispiel Gemüsesäfte.”

Im Anschluss folgen drei bis sieben Tage mit Saftfasten, das heißt nur Flüssignahrung wie Tees, Gemüsebrühen oder Gemüsesäfte. “Dadurch kommt der Darm zur Ruhe”, weiß die Ernährungsberaterin.

Dann folgt langsam der Aufbau, indem man Schritt für Schritt wieder feste Nahrung zu sich nimmt. “Das kann für den Anfang ein geriebener Apfel oder eine Kartoffel sein”, so Knörr. “Beim Fasten geht es immer um Umstellung und darum Ruhe und Kraft zu gewinnen. Wer anstatt dem Saftfasten lieber 40 Tage auf Schokolade verzichtet, soll das tun. So wie es jedem gut tut.”

Vier Tipps zum Durchhalten

  • Konkrete Ziele definieren: Der Essener Psychologe Rolf Schmiel rät gegenüber der Westfälischen Abendzeitung WAZ “Je konkreter das Ziel, desto besser. Also nicht: Ich sollte mal weniger Schokolade essen, sondern: Ich gönne mir täglich nicht mehr als ein Stück Schokolade.
  • Einen Plan haben: Hilfreich sei ein Plan, wie man das Ziel erreichen könne. Zum Beispiel, dass man erst gar keine Schokolade kaufe, so Schmiel.
  • Verbündete: Verbündete helfen durchzuhalten und man kann sich gegenseitig motivieren sowie ermahnen, rät der Psychologe gegenüber der WAZ.
  • Den Erfolg feiern: “Man sollte den Moment feiern, wenn man das Fasten erfolgreich überstanden hat. Denn: Alles, was wir Gutes hinkriegen, vergessen wir leider sehr schnell, während uns Schlechtes eher im Gedächtnis bleibt”, erklärt Schmiel.

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