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Die sechs zusätzlichen Züge kommen

So soll der Halbstundentakt der BOB funktionieren

Die BOB sorgt immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Klar ist: Es muss etwas passieren. Die Politik hat weiterhin keine kurzfristigen Lösungen. Sie baut darauf, dass sechs weitere LINT-Züge das Chaos richten. Doch immerhin kamen nun gute Nachrichten von Seiten der Bayerischen Eisenbahngesellschaft.

Erläuterten Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart (2.v.l.) im Juni die Notwendigkeit zusätzlicher Züge für das Oberlandnetz (v.l.):
Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Bürgermeistersprecher Olaf von Löwis, Landtagspräsidentin und Miesbacher Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner und der Tölzer Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber.

Zugausfälle, Verspätungen und heftige Kritik im Netz und von Seiten der Landkreis-Politiker. Die BOB muss immer wieder einstecken. In den vergangenen Wochen spürten auch die Vertreter der Politik den zunehmenden Druck der Pendler und suchten nach möglichen Lösungen. Wie bereits berichtet, soll 2020 Abhilfe mit neuen LINT-Zügen geschaffen und damit der Bahnverkehr im Oberland verbessert werden.

Anfang Juni trafen sich Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Bürgermeistersprecher Olaf von Löwis, Landtagspräsidentin und Miesbacher Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner und der Tölzer Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber in Holzkirchen, um Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart weitere Maßnahmen zu erläutern. So galt es, ihn von der Notwendigkeit sechs weiterer LINT-Züge zu überzeugen – zusätzlich zu den bereits beschlossenen 25.

Grünes Licht für sechs zusätzliche Züge

Nun hat der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) reagiert und mit einem Beschluss grünes Licht für die sechs zusätzliche Züge gegeben. Für Aigner eine wichtige Maßnahme für Pendler und Reisende: „Die Bahn ist das wichtigste Verkehrsmittel im Oberland. Zuverlässigkeit muss hier das oberste Gebot sein. Mit den zusätzlichen Zügen vermeiden wir Kapazitätsengpässe und erreichen zeitnah deutlich mehr Stabilität.“

Die BEG halte die Nachbestellung von sechs weiteren Zügen für dringend notwendig, um die aktuellen Kapazitäts- und Qualitätsprobleme zu beseitigen und auch, um in den kommenden Jahren auf absehbare Nachfragesteigerungen reagieren zu können. Werde die Fahrzeugflotte nicht erweitert, könne das jetzige Angebot bis zum Einsatz elektrischer Fahrzeuge nicht ausgeweitet werden.

Die zusätzlichen Züge sollen im zweiten Halbjahr 2020 ausgeliefert werden und ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 zum Einsatz kommen. Die Politik verspricht sich von der entsprechend vergrößerten Fahrzeugflotte folgende Verbesserungen, die bereits mit der heutigen Infrastruktur umgesetzt werden können:

  • Am Wochenende wird auf den Streckenästen München – Tegernsee und München – Lenggries in beiden Richtungen halbstündlich gefahren. Ausnahme: Zur nachfrageschwachen Mittagszeit werden aus Gründen der Fahrplanstabilität zwei
    Zusatzfahrten pro Richtung südliche von Holzkirchen nicht angeboten.
  • Auf dem Streckenast München – Schliersee könnte am Wochenende vormittags Richtung Oberland und nachmittags in Richtung München halbstündlich gefahren werden.
  • Auf dem Streckenast nach Bayrischzell fahren am Wochenende alle Züge in Doppeltraktion, also zwei gekuppelte Triebzüge. Das bedeutet, dass deutlich mehr Fahrgäste befördert werden können.
  • Auf dem Streckenast nach Tegernsee fahren am Wochenende alle Züge des Grundtaktes in Doppeltraktion.
  • Montags bis freitags werden insgesamt vier Züge um weitere Triebwagen bzw. Zugteile verstärkt.
  • Montags bis freitags fährt ein zusätzlicher Zug von München Hbf (Abfahrt 19.28 Uhr) nach Schliersee, Tegernsee und Lenggries.
  • Es besteht fahrzeugseitig die Option, das Angebot auf den Strecken München – Lenggries, München – Tegernsee und München – Schliersee weiter zu verdichten, bis zu einem ganztägigen Halbstundentakt. Hierzu sind aber zusätzlich infrastrukturelle Maßnahmen nötig.
  • Sämtliche Kurzwenden im Münchner Hauptbahnhof werden beseitigt. Das bedeutet, dass immer ein Zug in München bereits zur Abfahrt bereitsteht. Etwaige Verspätungen werden damit ausgeglichen und beeinflussen damit nicht länger den folgenden Zugverkehr.

Hier erfahren Sie alles über das Gespräch über die zusätzlichen LINT-Züge Anfang Juni.
Und hier gibt es alle Infos zur aktuellen Entwicklung bezüglich der Elektrifizierung der BOB-Strecke.


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