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Sparzinsen nach wie vor auf dem Tiefpunkt

Von Redaktion

Nicht wenige Sparer werden beim Blick auf ihr Festgeldkonto oder anderen festverzinsliche Sparformen wie dem Tagesgeld und das Sparbuch wütend. Die Phase mit extrem niedrigen bis null Zinsen hält immer noch an. Vom Ausgleich der Inflationsrate gibt es keine Spur.

Die Folge ist, dass das Ersparte schleichend an Wert verliert. Das jahrelang zusammengesparte Geld sollte in den meisten Fällen für die Altersvorsorge sein. Der Betrag bröckelt jedoch förmlich dahin, wenn wie die comdirekt-Bank kürzlich, immerhin Marktführer beim Tagesgeld, die Zinsen auf glatt 0 % gesenkt hat.

Es mangelt an Alternativen mit überschaubarem Risiko

Das Problem ist, dass es aktuell kaum vernünftige Alternativen gibt. Immobilien sind zumindest in den guten Lagen extrem teuer. Nach Einschätzung der meisten Experten kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass die Preise weiterhin so ansteigen. Der Aktienmarkt ist gerade in Turbulenzen geraten. Der Handelsstreit mit den USA um Einfuhrzölle, Dieselgate und die politischen Vorkommnisse in Italien setzen ihm derzeit zu.

Hinzu kommt, dass die ersten Unternehmen von zurückgehenden Auftragsbüchern berichten und irgendwie doch die Befürchtung besteht, dass die Europäische Zentralbank doch an der Zinsschraube drehen könnte. Dabei hatte es an den Aktienmärkten in den vergangenen Jahren sehr gut ausgesehen. Mit den Aktienkursen ging es fast immer nur nach oben. Außerdem hatten viele Unternehmen bei den Dividenden die Spendierhosen an.

Der eine oder andere geht schon höhere Risiken ein

So manch ein Sparer nimmt sich einen Teil seines Ersparten und meldet sich bei einem der großen Online-Broker wie IQ Option oder plus500 an, um dort mit binären Optionen, Forex-Kontrakten oder CFDs (Contract for Difference) zu traden. Das kann ein lukratives Geschäft sein, zumal auch auf fallende Kurse gesetzt werden kann. Aber es handelt sich um hochspekulative Finanzprodukte, die nicht für jeden geeignet sind. Ein Anleger berichtete neulich, dass er regelmäßig ins Casino geht und etwas Geld bei Online Roulette und an Spielautomaten setzt.

Bei näherer Betrachtung der statistischen Gewinnchancen keine ganz so schlechte Idee. Wer mehr dazu erfahren möchte kann sich beispielsweise im Jackpot Casino Test informieren. Die Echtgeld Spiele bieten auch mehr Spannung und Unterhaltung als das ständige Starren auf die Charts.

Leichte Zinserhöhung für nächstes Jahr erwartet

Viele Experten gehen davon aus, dass der erste Zinsschritt im Frühjahr 2019 kommen wird. Noch hält sich die Europäische Zentralbank zwar bedeckt, allerdings deuten schon die ersten Anzeichen darauf hin. Nachdem in den USA bereits mehrere Zinserhöhungen durch die FED eingeleitet wurden und auch die Bank of England in Großbritannien und die Zentralbank in Norwegen, beides.

Nicht-Mitglieder im Euroraum lautstark über Zinserhöhungen nachdenken, erhöht sich der Druck auf die EZB langsam nachzuziehen. Allerdings müssen die Märkte langsam auf einen Zinsschritt vorbereitet werden. Besonders die Aktienmärkte sind hier sehr anfällig. Ein überraschender Zinsschritt könnte viele Anleger überfordern und einen Massenverkauf an Aktien auslösen, was wiederum eine Kettenreaktion bewirken könnte.

Bei festverzinslichen Anlagen eher kurzfristig anlegen. Aktien dagegen langfristig

Wer sich dennoch in Festgeld anzulegen, sollte jedoch eher kurzfristig anlegen. Die Anbieter offerieren zum Beispiel Laufzeiten ab drei oder sechs Monate. Damit bleibt die Chance erhalten, auf eine mögliche Zinserhöhung zu reagieren und umzuschichten. Wer dagegen langfristig in Festgeld anlegt, hat diese Chance nicht.

Wenn dann zwischendurch die Zinsen erhöht werden und Anleger vorzeitig aussteigen wollen, verlieren sie in der Regel die bis dahin angelaufenen Zinsen komplett. Besser ist da schon das täglich verfügbare Tagesgeld. Wer möchte, kann sein Geld auch in einem anderen europäischen Land der Eurozone anlegen.

In vielen Fällen gibt es hier noch etwas mehr Zinsen. Abschließen können Anleger zum Beispiel über Savedo, die für den Anleger ein Konto bei der gewünschten Bank eröffnen und dafür eine Provision verlangen, die schon in den Konditionen eingerechnet ist. Hier müssen die Anleger allerdings bei der nächsten Steuererklärung aufpassen und die im betreffenden Land gezahlte Steuer gegen ihre hier zu zahlende Einkommensteuer gegen rechnen.

Das Gute ist: Auch in den anderen Ländern des Euroraumes gilt die Europäische Einlagensicherung. Das heißt, der betreffende Staat garantiert die Spareinlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro je Konto und bis 200.000 Euro bei Gemeinschaftskonten.


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