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Wie ein Tegernseer Anbieter den Tagungstourismus aufmöbelt

Spinnen ist Pflicht

Von Nina Häußinger

Tagungstourismus am Tegernsee, Auslastung für die Hotels, Strukturen, Dienstleister. Theoretisch wissen wir nun wie die TET in Punkto Marketing vorgeht, um Unternehmen für ihre Tagungen ins Tal zu holen. Doch richtiger Ort und passende Unterkunft sind heutzutage nicht mehr alles.

Denn ein nettes Hotel, produktive Gespräch oder gutes Essen werden als selbstverständlich erachtet. Als Mitentscheidend für Erfolg oder Misserfolg einer “firmeninternen Maßnahme” wird mittlerweile auch der Bereich nach dem offiziellen Teil angesehen. Und da treten spezialisierte Anbieter auf den Plan.

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Raus aus dem Trott

In einer schnellen und verdichteten Welt, wo jeder schon alles hat und kennt und sowieso nur noch vor dem Smartphone oder Laptop hängt, um eben noch die neusten E-Mails zu checken, ist vor allem den Veranstaltern klar: Die Tagungsgäste müssen raus geholt werden aus ihrem Büroalltag und weg von den Belastungen der ständigen Erreichbarkeit.

Mit dem Wikingerschiff auf dem Tegernsee / Quelle: Crossing Mind

Aber auch die Firmen wollen ihren Mitarbeiter besser kennen lernen und als Team zusammenschweißen. Wenn man sich also als Firma etwas Besonderes und Einzigartiges wünscht, etwas womit man seine Mitarbeiter neben dem normalen Tagungsalltag noch überraschen kann, braucht man eine passende Agentur, die so etwas organisieren kann. Und so führt uns unsere Recherche in die Tegernseer Rosenstraße. Seit kurzem Sitz von „Crossing Mind“.

„Spinnen ist Pflicht“

Die kleine Agentur hat sich spezialisiert auf verrückte und dadurch eindrucksvolle Unternehmensevents, Rahmenveranstaltungen, Vertriebsschulungen sowie Teambuilding-Maßnahmen. Ursprünglich waren Sylvia Schönberger und ihr Mann Ralf in der Hotellerie tätig. Erst als ein Kunde auf die beiden zukam und ein ausgefalleneres Event forderte, kamen die beiden auf die Idee eine eigene Agentur zu gründen, wie Sylvia Schönberger erklärt:

Der Kunde wollte nicht das übliche Programm, das schon jeder kennt. Er wollte etwas spezielles. Damals hat mein Mann dann die Idee mit dem Wikingerboot.

Heute gibt es das Unternehmen in Lenggries und in Tegernsee. Neben Sylvia und Ralf helfen fünf Festangestellte und zwischen 40 und 50 Freiberufler bei der Organisation und Ausführung der verschiedenen Veranstaltungen.

Wikingerlager – das erste Event

Was genau muss man sich aber jetzt unter „außergewöhnlichen Events“ vorstellen? Ein eindrucksvolles Beispiel ist das „Wikingerlager“ – bis heute die meist gebuchte Veranstaltung der noch jungen Firma. Bei dem Outdoor-Event bauen und konstruieren die bis zu 1.000 Teilnehmer gemeinsam ihr individuelles Wikingerlager mit Zelten, Schlafstellen und großen Tipis.

Dazu kommen dann Abenteuer, die man als Wikinger eben so erlebt, inklusive dem Bau eines Wikingerschiffes, mit dem es rauf auf den Tegernsee geht. Am Abend sitzt man dann als “Bürohengst” mit den anderen Teilnehmern rund um ein Lagerfeuer und trinkt gemeinsam Met. Ein Erlebnis, das sicher auch noch später in den Kaffeeküchen der Firmen für die ein oder andere Anekdote sorgt.

Hüttn-Krimi als “Winterevent”

Ebenfalls begehrt bei den Firmen und deren Teilnehmern ist der „Hüttn-Krimi“. Hier gehen die Gäste nichts ahnend wandern, um dann überrascht zu werden und bei der Aufklärung eines Verbrechens mitzuhelfen. Sie werden eingeteilt um Beweise zu suchen und dabei mit den absurdesten Aufgaben konfrontiert – mit dem Rafting Boot über einen reißenden Fluss, steile Felswände mit Abseilgurten überwinden und vielem mehr.

Am Abend geht’s dann auf eine urige Berghütte in die Tegernseer Berge, wo der Fall endlich gelöst wird. Ein Event, das laut Schönberger vor allem für den Winter hervorragend geeignet ist.

Teambuilding für Firmen

Als Zielgruppe bezeichnet die Geschäftsführerin hauptsächlich Großunternehmen. Diese, so Schönberger, haben vor allem das Thema „Teambuilding“ als klar definiertes Ziel für die teilweise kostspieligen Nachmittags- und Abendveranstaltung, die oft genug eine klassische Tagungssituation auflockern soll. Die Mitarbeiter würden sich dadurch besser kennen lernen und Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

Dabei schließt sich am Ende oft auch wieder der Kreis, der am Morgen einer Tagung begann, wie Schönberger erklärt:

Im Hotel sieht und hört man oft die theoretische Seite von Teamleitung und Aufbau. Bei uns gibt es dann das praktische Pendant. Wir eröffnen den Teilnehmern eine völlig neue Welt, außerhalb von iPad und Smartphone, stellen kreative Herausforderungen, von denen sicher viele nicht dachten, dass es so etwas überhaupt möglich ist.

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