Keine neuen Maibäume im Tegernseer Tal
Steht no’ – geht no’

von Filiz Eskiler

Großveranstaltung gibt es im Tegernseer Tal erstmal nicht mehr. Davon ist auch der 1. Mai nicht ausgeschlossen. Wie sieht es also mit dem Maibaumaufstellen aus? Ein ganzes Jahr Baumwache als Alternative?

Auch in Tergernsee sollte heuer eigentlich ein neuer Maibaum aufgestellt werden – das musste nun verschoben werden / Archivbild

Es ist der erste Mai. Von tatkräftigen Bursch’n ist er bereits gefällt worden, frisch geschmückt könnte man ihn nun aufstellen: den Maibaum. Geplant war das Gemeinschaftsereignis heuer in Tegernsee, im Kreuther Ortsteil Enterbach und in Rottach-Egern. Doch das traditionelle Maibaumaufstellen findet in diesem Jahr nicht statt.

Verzicht auf eine geliebte Tradition

Bereits vor einigen Wochen wurden alle größeren Veranstaltungen im Tal abgesagt. Am Mittwoch gab es auch von der Regierung die Bestätigung – bis 31. August sind Großveranstaltungen untersagt.

Für das Tegernseer Tal heißt das damit auch: kein Maibaumaufstellen. Ob in Tegernsee oder in Kreuth. Die bayerische Tradition macht in diesem Jahr wohl eine Pause.

Die richtige Entscheidung getroffen

Der Burschenverein in Kreuth gab dem Gastronom der Schwaigeralm schon vor zwei Wochen eine Absage. „Bereits Anfang April war im Gespräch mit den Wirtsleuten klar geworden, dass niemand verlässlich versprechen kann, ob dieser Tag stattfinden kann“, erklärt Florian Eham, erster Vorstand des Burschenvereins Kreuth.

Gemäß der Kreuther Tradition wird der Maibaum erst am 1. Mai früh morgens gefällt, versichert Eham. „Somit wurde noch nicht unnötigerweise ein gesunder Baum geschlagen.“ Und auch sonst hielten sich die Vorbereitungen in Grenzen:

Zwar hatte man die Hoffnung, dass mit dem Frühling die Beschränkungen lockerer werden. Aber spätestens seit Mittwoch – mit der Entscheidung der Bundeskanzlerin – wissen wir, dass die Entscheidung richtig war, noch bevor wir umsonst in die intensive Vorbereitung gegangen wären.

Die Enttäuschung ist groß. Sowohl bei Veranstaltern, bei Helfern und auch bei den Tal-Bürgern. Ein Stück der bayerischen Lebenskultur geht damit verloren – aber hoffentlich nur in diesem Mai: Mit der Hoffnung auf mehr Normalität im kommenden Jahr kommt auch die Hoffnung (und Vorfreude) auf ein zünftiges Maibaumaufstellen 2021.

In der Zwischenzeit kann man in Erinnerungen schwelgen. Oder dem scherzhaft gemeinten Vorschlag von Eham nachgehen: „Ein ganzes Jahr Maibaumwache wäre auch eine Überlegung wert.“

Alternativ: Einfach selbst einen Maibaum basteln und aufstellen!

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Hier ein Video vom Maibaumauftellen 🙂

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