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Strompreise legen auch im E-Werk Tegernsee deutlich zu

Von Redaktion

Im gesamten Bundesgebiet müssen die Verbraucher im kommenden Jahr mit deutlich steigenden Strompreisen rechnen. Auch die Haushalte am Tegernsee werden tiefer in die Tasche greifen müssen. Demnach wird das E-Werk Tegernsee wie die Konkurrenz die Preise erhöhen.  

Quelle: Pixabay.com / Pexels / https://pixabay.com/de/photos/kabel-vertrieb-elektrische-strom-1868352

Wie hoch die Strompreiserhöhung im E-Werk Tegenersee im Detail ausfällt, hängt in erster Linie von dem Jahresverbrauch der Haushalte ab. Bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden werden sich die Kunden auf einen Zuwachs von 5,3 Prozent einstellen müssen. 

Das E-Werk Tegernsee bleibt aber weiterhin einer der günstigsten Anbieter, die es bundesweit gibt. In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen immer wieder um Preisstabilität bemüht und ist dabei sogar gegen den Strom geschwommen. Während viele Energieversorger deutschlandweit die Preise deutlich anzogen, konnte das E-Werk Tegernsee diese sogar senken. Doch mittlerweile muss sich das Unternehmen den Einflüssen von außen beugen. 

Großteil des Strompreises nicht durch Versorger bestimmbar

Bei der Bekanntgabe der zu erwartenden Preissteigerung, erklärte das E-Werk Tegernsee, dass etwa 80 Prozent des Bruttostrompreises mittlerweile nicht mehr durch die Versorger beeinflussbar sind, sondern sich aus Umlagen, Gebühren und Steuern zusammensetzen. Damit würden gerade einmal 20 Prozent der Kosten auf den Versorger fallen.Das E-Werk Tegernsee konnte in den letzten Jahren viele Preissteigerungen abfedern. Nun sorgen aber drei Komponenten dafür, dass der Versorger zu einem Preisanstieg gezwungen wird. In erster Linie sei dafür die EEG-Umlage erforderlich, die 2020 erneut steigen wird. 

Ein weiterer Punkt sind die immer höher werdenden Netzentgelte. Auch diese machen einen beachtlichen Anteil der Kilowattstundenpreise aus. Darüber hinaus bleiben auch Preisveränderungen an der Börse dem Stromanbieter nicht erspart. Es wird für den Versorger immer teurer, Strom an der Börse einzukaufen. Wie bei jedem Geschäft, so müssen Privatleute und Unternehmen haushalten. Die Preise werden also auf allen Seiten angepasst, sodass Privatpersonen selbst überlegen müssen, wie die Preiserhöhungen zu finanzieren sind. Eine Möglichkeit ist der Gang zur Börse. Wer Aktien kaufen, aber dafür keine Gebühren zahlen möchte, probiert es mit dem Anbieter Trade Republic. Die Berliner App eifert dem US-Vorbild Robinhood nach und ist der erste deutsche Broker bei dem Aktien-Trading umsonst ist. Die Firma hat erst kürzlich im Sommer 2019 eine Finanzierung in Höhe von 10 Million EUR erhalten und konnte schon viele Anleger überzeugen.

Wer dagegen “sein Aktien” arbeiten lassen möchte, beschäftigt sich mit dem Thema Copytrading. Eine weitere Möglichkeit, Geld für Preiserhöhungen im Alltag zu erhalten, ist ein Nebenverdienst, der Verkauf von eigenen Produkten, die Selbstständigkeit neben dem Beruf oder – ganz klassisch – das Anlegen auf der Bank. 

Kosten sind vom Stromverbrauch abhängig

Grundsätzlich hängen die Kosten, die beim E-Werk Tegernsee entstehen, aber auch immer von dem Stromverbrauch eines Haushaltes ab. Ein Haushalt mit vier Personen verbraucht im Schnitt pro Jahr 3500 Kilowattstunden. Die Mehrkosten, die bei diesem Verbrauch auf die Haushalte zukommen, liegen bei etwa 57 Euro jährlich. 

Das E-Werk Tegernsee betont mit Blick auf die jüngsten Preissteigerungen, dass der Versorger immer selbst nachrechnen würde, ob eine Preiskorrektur nach oben wirklich erforderlich ist. Demnach würde man nicht dem allgemeinen Trend auf dem Markt folgen. Die Berechnungen der Tarife im kommenden Jahr erfolgt immer im Oktober des laufenden Jahres. Dann liegen dem Versorger genaue Informationen zum EEG, den Netzentgelten und Abgaben vor. 

Bei der Berechnung der neue Tarife geht es vor allem darum, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu bewahren. Unter Berücksichtigt dessen werden die Preise je Kilowattstunde entweder angehoben oder wenn noch Spielraum vorhanden ist, gesenkt. 

Dabei sei das E-Werk von den gleichen Marktbedingungen betroffen wie die Konkurrenz. In Strompreisvergleichen fällt auf, dass das E-Werk Tegernsee nicht der günstigste Anbieter in Deutschland ist. Es gibt durchaus Versorger die günstiger sind, aber durch den Handel an der Börse dann ins Straucheln geraten und in den folgenden Jahren deutliche Preiserhöhungen bei den Verbrauchern durchsetzen müssen. 


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