Gemeinde wird drei Schlüsselposten in der Verwaltung neu besetzen
Großes Stühlerücken in Rottach

von Nina Häußinger

In Rottach hat sich seit der Kommunalwahl einiges getan. Der neue Bürgermeister Christian Köck ist seit Anfang des Monats im Amt und seit Dienstag stehen auch seine Stellvertreter fest.

Doch damit nicht genug. Auch die Stellen von Geschäftsleiter, Bauamtsführung und Kämmerei werden im kommenden Jahr neu besetzt. Und das in Zeiten, in denen Rottach eigentlich Kontinuität bräuchte.

Kämerer Gerhard Hofmann wird im kommenden Jahr Geschäftsleiter Josef Brummer(rechts) beerben. Auch das Bauamt wird neu besetzt.
Kämmerer Gerhard Hofmann wird 2015 Geschäftsleiter Josef Brummer (rechts) beerben. Auch das Bauamt wird neu besetzt.

Anzeige

Die Haushaltszahlen der Gemeinde Rottach-Egern sahen jüngst nicht mehr ganz so rosig aus wie noch zuvor. Der Schuldenstand wird bis Ende des Jahres von 1,46 Millionen auf 2,36 Millionen Euro steigen. Auch die Rücklagen-Polster könnten bald aufgebraucht sein. Es kommen also große Herausforderungen auf Rottach zu.

Diese werden nicht nur der neu gewählte Bürgermeister und seine Gemeinderäte bewältigen müssen. Auch die Verwaltung der Gemeinde ist tief involviert in die Arbeit. Dabei ändert sich in der Politik und der Administration vieles. Nicht nur der neue Bürgermeister Christian Köck und seine beiden Stellvertreter Josef Lang und Gabriele Schultes-Jakolla dürfen sich über einen neuen Posten in der Gemeinde freuen.

Auch den wichtigen Posten des Geschäftsleiters muss die Gemeinde neu besetzen, denn Josef Brummer geht in den Ruhestand. Fast 27 Jahre war er bei der Gemeinde im Amt. Trotzdem scheint er zufrieden. „Ich freue mich eigentlich schon auf den Ruhestand“, erklärt Brummer auf Nachfrage.

Der Kämmerer rutscht einen Platz weiter

Bis Ende des Jahres wird er den Sessel des Leiters der Gemeinde noch besetzen. Dann darf Gerhard Hofmann, der bisherige Kämmerer, seinen Platz einnehmen. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und strebe diese jetzt auch an“, erklärt er auf Nachfrage. Für ihn sei das selbstverständlich, da er selber seinen Hut in den Ring geworfen habe, so Hofmann weiter.

Seit 23 Jahren ist er bei der Gemeinde tätig. „Ich habe dort meine Ausbildung und den Angestellten Lehrgang 2 gemacht. Seit 2002 bin ich Kämmerer“, betont Hofmann. Und auch seine Nachfolge steht schon fest. Übernehmen wird Toni Pietzko, der im Oktober die notwendige Qualifikation erreicht, die für das Amt notwendig ist.

Bauamtsleitung an Christine Obermüller

Und auch ein drittes Amt muss neu besetzt werden. Denn Bauamtsleiter Walter Hübsch geht ebenfalls in Rente. Er hinterlässt seiner Nachfolgerin Christine Obermüller eine schwere Aufgabe. Obwohl Rottach-Egern seit rund 30 Jahren kein neues Bauland mehr ausgewiesen hat, hat die Gemeinde derzeit mit einer immer weiter voranschreitenden Flächenverdichtung zu kämpfen. Doch auch Obermüller ist keine Neueinsteigerin auf dem Gebiet und hat sich selbst auf die ausgeschriebene Stelle beworben.

Ich war zuvor schon im Bauamt in Gmund und in Schliersee tätig. Natürlich freue ich mich jetzt auf die neue Aufgabe.

Da sie auch in Rottach wohnt, habe sie jetzt einen kurzen Weg zur Arbeit und sei froh, dass sich der Gemeinderat im September letzten Jahres für ihre Bewerbung entschieden habe. Seit 1. April arbeitet sie bereits im Rottacher Bauamt. Für eine reibungslose Amtsübergabe sei demnach gesorgt.

Und auch der Noch-Kämmerer und künftige Geschäftsleiter Hofmann meint: „Falls es Fragen zum Haushalt gibt, bin ich ja nicht aus der Welt.“ Bei Bedarf wird er seinem Nachfolger Toni Pietzko also ebenfalls beratend zur Seite stehen.

SOCIAL MEDIA SEITEN

Aktuelles Allgemein

Diskutieren Sie mit uns
Melden Sie sich an und teilen Sie
Ihre Meinung.
Wählen Sie dazu unten den Button
„Kommentare anzeigen“ aus