Musikschule Tegernseer Tal bringt Musical auf die Bühne des Seeforums
Tabaluga und das verschenkte Glück

von Rose Beyer

Tabaluga – dreißig Jahre, nachdem der kleine grüne Drache 1983 das Licht der medialen Welt erblickte, kommt er als Musical ins Rottacher Seeforum. Erschaffen vom deutschen Rocksänger Peter Maffay, bringt ihn nun die Musikschule Tegernseer Tal auf die Bühne. Am Freitag war Premiere.

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70 Schauspieler und Sänger scharren aufgeregt mit den Füßen. Bereits am Freitag war Premiere im Rottacher Seeforum. Und die war ausverkauft, genau wie die beiden folgenden Tage. Jeden Tag 350 Zuschauer – da kann man schon mal leicht nervös werden, so Erich Kogler – Leiter der Musikschule Tegernseer Tal. „Wenn ich selber auf der Bühne steh’, bin ich das eigentlich nicht. Aber wenn die Kinder dran sind, dann ist das ganz was anderes.“ Sichtlich fiebert er mit mit den Schützlingen der Musikschule. Und mit den Tänzern des TSV Rottach, mit denen man sich für die Aufführung zusammengetan hatte.

Kunst ist schön, macht aber auch Arbeit

Acht bis 20 Jahre alt sind die Jungen und Mädchen, die heute das Musical zum zweiten Mal nach der gestrigen Premiere aufführen. Ein Jahr lang haben sie geprobt. „Die größte Herausforderung war, vom kleinen Probenraum in der Musikschule auf die große Bühne im Seeforum zu gehen. „Aber wir haben gewusst, es wird gut werden.“

Die Gründe für ein Musical wie Tabaluga seien vielfältig, wie Kogler erzählt. Zum einen wolle die Schule natürlich zeigen, was sie kann. Er selbst habe aber auch einen gewissen pädagogischen Anspruch. So wolle er seinen Schülern zeigen, was alles dranhänge an einer so großen Aufführung und wie man es am besten umsetzen könne.

„Text, Musik, Darstellung – wenn man das alles hinkriegt, dann hat man schon so einiges geschafft“, meint er. Tatsächlich kann er sich für die Zukunft auch vorstellen, in der Musikschule einen Zweig „Musical“ neu aufzubauen. Doch erstmal schauen, wie die Aufführungen laufen.

„Glück und Glas – wie leicht bricht das“

In dem Musiktheater geht es um Glück und Freundschaft, um Bösartigkeit und Gier. Der kleine Drache Tabaluga (Valentin Haberle) ist der letzte seiner Art. Er gilt als Bewahrer des Glücks auf der Erde. Doch er muss sich gegen Arktos (Loris Scheingraber), den hinterhältigen, macht- und geldbesessenen Herrscher der Eiswelt durchsetzen.

Mit der Magierin (Lena Anderl) hat Arktos eine Wette laufen, wie sich Tabaluga als Bewahrer des Glücks so machen wird. Unterstützt von der Magierin verschenkt Tabaluga Glück an seine Freunde. Da ist zum Beispiel die Bienenkönigin (Sarah Anderl) mit ihrem Schwarm. Da ist eine wilde Affenschar. Da ist der traurige, kranke Bach und der „Pechvogel“ (beide spielt Johanna Mehringer). Außerdem das „Dreckschwein“ (Gabriel von Miller). Und alles andere als freundlich outen sich „Oma“ und „Opa“.

Als Tabaluga alles Glück verschenkt hat, kommt er in eine missliche Lage, aus der ihn nur seine Freunde mit vereinter Kraft noch retten können. Glücklicherweise geht zum Schluss alles gut aus.

Drachenstarke Vorstellung

Grund zum Feiern haben auch Schulleiter Erich Kogler sowie Wolfgang Hierl und Andreas Hüüs als Musikalische Leitung samt ihrem ganzen Stab an „Chefdrachen“. Sie konnten eindrucksvoll zeigen, wie stimmig ihr „Drachenensemble“ (Orchester) zusammenspielen kann. Alle Sänger, Tänzer und Schauspieler überzeugten in ihren Rollen. Die Rottacher zeigten eine Aufführung, für die das Publikum mit lautstarkem Applaus und einem glücklichen Gesichtsausdruck beim Verlassen des Saals dankte.

Was letztendlich Glück ist, bleibt im Übrigen der Auslegung eines jeden Einzelnen überlassen. Denn nicht nur kleine Drachen wollen meistens eigene Wege gehen.

Hier die schönsten Bilder von der Vorstellung am Samstag:

tabaluga orchester

tabaluga arktus 0814 0815

tabaluga magierin

tabaluga bienenkoenigin

tabaluga magierin 2

tabaluga alle schluss


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