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Immobilienpreise: Nur die Nordseeinseln sind teurer

Tegernseer Tal bleibt Nummer eins im Süden

Von Sabiene Hemkes

Das Unternehmen Immowelt hat eine Vergleichsstudie zu den Immobilienpreisen von Wohnungen in Feriengebieten veröffentlicht. Trotz der jüngsten Punker-Invasion bleiben die Kosten einer Immobilie auf der Nordseeinsel Sylt am teuersten in ganz Deutschland. Doch keine Angst – der Tegernsee steht dem in nichts nach…

Für diesen Blick vom Berghang der Stadt Tegernsee sind Wohnungskäufer bereit Millionen zu bezahlen – denn die in der Studie angegebenen 11.560 Euro sind ja nur der Duchschnittswert.

Noch immer zieht es die Menschen mehr an Nordsee und Ostsee als in den Süden der Republik. Jedenfalls wenn man die Durchschnittspreise für eine Immobilie als Gradmesser für die Attraktivität einer Wohngegend nimmt. Auf den zwei deutschen Nordseeinseln Sylt und Norderney müssen Immobilienkäufer im Schnitt mit Preisen zwischen 14.300 und 13.800 Euro pro Quadratmeter rechnen.

So kann man es einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Immobillienportals Immowelt entnehmen (hier geht’s zu den Zahlen). Dort wurden die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Bestandsimmobilien im Bereich Wohnungen der 63 beliebtesten Ferienorte der Republik miteinander verglichen.

Laut der Studie kommt man bei einer kleinen Zweizimmerwohnung mit 50 Quadratmetern in Sylt mal locker auf einen Kaufpreis von 715.000 Euro. Dazu kommen dann noch der Stellplatz und die Extras. Dicht gefolgt allerdings von der heimischen Stadt Tegernsee (11.560 Euro Quadratmeterpreis), wo man eine Wohnung in gleicher Größe für schlappe 600.000 Euro bekommt. In Rottach-Egern liegt der Durchschnittspreis noch „niedriger“. In Rottach müssen potentielle Käufer durchschnittlich „nur“ 10.730 Euro für den Quadratmeter auf den Tisch legen.

Tegernsee zeigt dem Süden, was Wohn-Luxus bedeutet

Im Vergleich dazu liegt Garmisch-Partenkirchen, das bekanntlich ja fast um die Ecke liegt, bei einem Quadratmeterpreis unter 8.000 Euro. Man könnte nun vermuten, dass den Garmischern einfach der See fehlt und dieses Übel durch die halbe Zugspitze nicht wettgemacht werden könnte – doch weit gefehlt.

Am beliebten Bodensee zahlt man auch „nur“ zwischen 5.500 und 6.500 Euro für den Quadratmeter bei Bestandswohnungen. Dabei ist der See viel größer. Einen richtigen Schnapper macht man weiter westlich vom Tegernseer Tal. Auch die Chiemsseer Gemeinden sind mit viel Seewasser gesegnet. Dennoch bewegen sich die Vergleichswerte rund um den Chiemsee zumeist unterhalb der 5.000 Euro Grenze.

Die Preise für Bad Wiessee und auch Gmund wurden in der Aufstellung des Immowelt-Unternehmens nicht berücksichtigt. Doch sogar Kreuth, das Bergsteigerdorf im Süden des Tals, schafft es in diesem „makaberen Ranking“ in die Phalanx der Nordseeinseln einzudringen und sich mit 9.030 Euro noch deutlich vor Berchtesgaden zu platzieren. Die Studie ist wieder mal ein weiterer Beleg für den angespannten Immobilienmarkt am Tegernsee. Kein Wunder also, warum kaum noch Krankenpfleger, Kindergärtner oder Servicemitarbeiter in der Gastro an unseren schönen See kommen (können).


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