TegernseeCard ab morgen aktiv – Zum Start sind 100 Gastgeber dabei

Von Redaktion

Anmerkung vom 30. November / 17:10 Uhr
Morgen am 01. Dezember geht es nun pünktlich und noch vor dem großen Winteropening los mit der Tegernsee Card. Die Verantwortlichen bei der TTT freuen sich auch schon und verkünden das freudige Ereignis auf ihrer Facebook-Seite:

>>Urlauber in der Ferienregion können jetzt auf eine Karte setzen: Mit dem 1.12.2010 fällt der Startschuss für die TegernseeCard. Mit der neuen Card kommen Übernachtungsgäste in den Genuss von über 20 erlebenswerten Freizeiteinrichtungen im Tegernseer Tal zum halben Preis. Übernachtet werden kann bei einem von über 100 teilnehmenden Gastgebern.<<

Alle Informationen und die teilnehmenden Gastgeber sind am besten zu finden unter www.tegernsee-card.de

Anmerkung vom 08. Oktober / 08:21 Uhr mit der Überschrift „Webseite der TegernseeCard seit Montag online – Drei Fragen an Georg Overs zur „umstrittenen“ Karte“

Seit Montag ist nun auch die Webseite der Tegernsee Card online. Es war zwar ein langer Weg für die TTT (Tegernsee Tal Tourismus) bis zum jetzigen Stand. Aber zum 01.12. geht es dann auch an sich mit der Tegernsee Card los. Ab dann wird sie nämlich von den teilnehmenden Betrieben an die Gäste ausgeben. Weitere Informationen gibt es weiter unten im ursprünglichen Artikel von Anfang Juli.

Wir haben Georg Overs, dem Chef der TTT, zu dem Thema drei Fragen gestellt:

Hallo Herr Overs, die Webseite ist seit Montag online. Die Tegernsee Card an sich startet zum 01. Dezember. Was erhoffen Sie sich durch die neue Karte?

Georg Overs: Seit etwa 10 Jahren wird von vielen Seiten in der Region Tegernsee eine Tal-Card gewünscht. Durch die Bewilligung einer EU-Förderung hat sich nun die einmalige Chance ergeben, diesen Wunsch endlich zu realisieren.

Nach den Erfahrungen in anderen Regionen fördern diese Karten unter anderem die Gästebindung an eine Region und die Erweiterung der Kenntnisse der Gäste über eine Region (selbst bei Stammgästen ist das zu beobachten). Darüberhinaus wird die Aufenthaltsdauer verlängert, hauptsächlich weil der Gast ein konkretes Freizeitangebot mit an die Hand bekommt und sich die Preis-Vorteile flexibel an die Aufenthaltszeit anpassen.

Ähnliche Entwicklungen erwarten wir auch hier rund um den Tegernsee.

Wieviele Vermieter im Tegernseer Tal nehmen bis jetzt daran teil?

Georg Overs: Derzeit nehmen über 100 Gastgeber daran teil.

Und wie wollen Sie die restlichen 600 von der Tegernsee Card überzeugen?

Georg Overs: Die Teilnahme an der Karte ist freiwillig, daher werden wir auch weiter versuchen, möglichst viele Gastgeber von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen. Jetzt gilt es aber erst einmal, den Zug in Bewegung zu bringen, und diejenigen zu belohnen, die schon eingestiegen sind.

Velen Dank für die Antworten.

Ursprünglicher Artikel vom 10. Juli:
Das war ein harter Kampf für die TTT. Lange hat es gebraucht, wenigstens eine Handvoll Vermieter von der Bedeutung der Tegernsee Card** zu überzeugen. Gerade einmal etwas mehr als 10% der Gastgeber haben bisher die Verträge für die Tegernsee Card unterschrieben.

An was das liegt ist schnell gesagt: Keiner will etwas abgeben. Im ursprünglichen Plan hätte die Tegernsee Card die Gastgeber noch 3,60 Euro pro Gast und Tag gekostet – das war 680 von 700 Vermietern im Tal zu viel. Inzwischen geht eine abgespeckte Version an den Start, für 1,20 Euro pro Gast und Tag. Dafür aber auch nur mit der halben Leistung – 50% Rabatt anstatt kostenloser Eintritte. Aber selbst diese 1,20 Euro sind 620 von 700 Vermietern im Tal noch zu viel.

So sieht die Tegernsee Card aus. Quelle:Tegernseer Tal Tourismus GmbH

Gerne wird in solchen Fällen das altbekannte Argument angebracht: „deswegen kommt kein einziger Tourist mehr ins Tal – das können wir uns sparen“. Das Argument kommt auch, wenn es um günstige Bustarife für Touristen geht, wenn man über den Seesteg spricht oder über die Renovierung der eigenen Ferienwohnung.

Es wird immer damit argumentiert, dass die Touristen von den Angeboten im Tal sowieso erst erfahren, wenn sie schon hier sind. Und herbringen soll sie bitteschön die TTT – umsonst natürlich.

Dass das etwas kurzsichtig ist, ist klar. Die ultimative Lösung, wie man unzählige Touristen ohne eigenes Zutun ins Tal bekommt, wird es nicht geben. Es sind einfach viele kleine Aktionen, Angebote und Verbesserungen, die ein großes Ganzes bilden. Und das sollte zum Schluss ein attraktives Tegernseer Tal sein. Auch wenn die ersten Touristen vielleicht wirklich erst vor Ort von den Angeboten erfahren – sowas spricht sich rum und entscheidet mit der Zeit über Sieg oder Niederlage.

Das bedeutet aber auch, dass die Vermieter im Tal von ihrem Anspruchsdenken wegkommen müssen. Einfach nur zurücklehnen und auf Zimmervermittlungen der Touristinformation warten ist da zu wenig. Selbst aktiv werden wird in Zukunft gefragt sein. Sich ständig Gedanken darüber machen, wie man sein Angebot verbessern und ausbauen kann.

Eine Tegernsee Card für 1,20 Euro sollte da eigentlich als erster Schritt und Chance gesehen werden. Und nicht als Einbuße auf den Zimmerpreis. 80 von 700 haben das scheinbar verstanden. Wann es die restlichen 620 verstehen werden? Vielleicht, wenn die Gäste wegbleiben – weil es in anderen Gebieten einfach die besseren Angebote gibt.

**Die Tegernsee Card bietet Touristen die Möglichkeit mit 50% Ermäßigung verschiedene Angebote im Tal wahrzunehmen. Zu den beteiligten Unternehmen gehören beispielsweise die Wallbergbahn, das Warmbad in Kreuth, die Seesauna oder die Sommerrodelbahn in Ostin. Die Karte kann nur von Gastgebern ausgegeben werden, die sich offiziell registriert haben. Pro Gast und Tag werden für die Gastgeber 1,20 Euro an Gebühren fällig. Mehr Informationen findet man unter www.tegernsee-card.de (noch im Aufbau)


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