Nach dem Kauf der Reibergassl

Tegernsee erwirbt Spielplatz

Von Nicole Posztos

Ergänzung vom 22. Februar 2012 / 11:13 Uhr
Stück für Stück erwirbt die Stadt Tegernsee Areale in der Nähe des Bahnhofs. Diesen Eindruck bekommt man in den letzten beiden Monaten. Nach der Reibergassl hat die Stadt auch das Spielplatz-Areal an der Hochfeldstraße gekauft.

1.200 Quadratmeter zum Quadratmeterpreis von 250 Euro. Ein überaus gelungenes Schnäppchen. Denn Bürgermeister Peter Janssen betonte auf der letzten Stadtrats-Sitzung, dass das Grundstück laut Gutachter 450 Euro pro Quadratmeter Wert gewesen sei. Warum der Landkreis das Areal so günstig abgibt, wurde allerdings nicht klar.

Die Stadt Tegernsee hat den Spielplatz an der Hochfeldstraße gekauft und möchte diesen zunächst erhalten.

Klar ist laut Janssen jedoch, dass die Stadt damit Planungshoheit über eine Fläche hat, die zwischen dem möglicherweise bald der Stadt gehörenden Bahnhof und dem noch zu bebauenden Krankenhaus-Areal liegt. “Damit tätigen wir eine sehr sinnvolle Investition für die Zukunft,” so der Bürgermeister. Das “Grundstücks-Sparkonto” sei nun ein Stück voller.

Zunächst, so Janssen, soll der Spielplatz erhalten bleiben.

Ursprünglicher Artikel vom 3. Februar 2012:

Die Stadt Tegernsee hat einen bisher in privater Hand gehaltenen Fußgänger weg erworben. Die Reibergassl verbindet auf 137 Metern die Hochfeldstraße und die Pöttingerstraße, die direkt hinter dem Bahnhof verläuft.

Der Kauf des laut Bürgermeister Peter Janssen “eingewachsenen Weges” zeigt vor allem eines: Der Stadt ist es sehr Ernst damit, das Bahnhofsgelände von der TAG zu erwerben. Denn sie ersteht den Weg hauptsächlich um, so Janssen, im Hinblick auf künftige Vorhaben am Tegernseer Bahnhof freie Hand für mögliche Verbindungswege zu haben.

Die Raibergasserl in Tegernsee verbindet die Hochfeldstraße und die Pöttingerstraße.

Damit der Weg auch in der Zukunft ausschließlich von Fußgängern benutzt werden kann, beschloss der Stadtrat eine Aufstufung zu einem beschränkt öffentlichen Fußweg. Radfahrer müssen also einen kleinen Umweg fahren.

Wann Gmund und Tegernsee sich für den Kauf der TAG-Grundstücke entscheiden, zu denen Gleise, Bahnhöfe aber auch zehntausende Quadratmeter gehören, ist derzeit noch offen. In beiden Gemeinden habe es im Januar Sondersitzungen gegeben, in denen auch über die Planungen für eine Nutzung debattiert wurde. Nach außen hin möchte aber keiner der beiden Bürgermeister etwas sagen.

Erst gestern stellte Georg von Preysing unmissverständlich klar: “Ich werde dazu nichts sagen, und wir stellen auch keinen Bebauungsplan für das Areal auf. Denn ansonsten stehen die Investoren auf der Matte. Und auch wenn die Sparkasse uns bevorzugt. Am Ende wollen die auch nur Geld verdienen.”

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