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Polizeiinspektion Bad Wiessee über das Jahr 2020

Tegernseer Tal im Schnitt sicherer als Landkreis

Von Filiz Eskiler

Mal wieder ist es so weit: die Polizei Bad Wiessee stellt den Sicherheitsbericht für das Jahr 2020 vor. Von der Pandemie geprägt, sind bei den Zahlen einige positive Entwicklungen festzustellen, sei es bei Straftaten oder im Verkehr.

Der Sicherheitsbericht 2020 der Polizeiinspektion Bad Wiessee zeigt sowohl positive, als auch negative Entwicklungen für das Tegernseer Tal.

Die Polizeiinspektion (PI) Bad Wiessee durfte am vergangenen Donnerstag den Sicherheitsbericht für das Jahr 2020 vorstellen. „Die Entwicklungen für das Berichtsjahr 2020 standen vollständig unter dem Zeichen der Zeit: Corona“, fasst sich Andreas Loeffler, Polizeihauptkommissar in Wiessee, kurz.

Positive Einflüsse der Corona-Pandemie

Während im Jahr 2019 noch 1.010 Straftaten verzeichnet wurden, ist die Zahl im vergangenen Jahr auf 788 Fälle gesunken. Der Rückgang sei alleinig den Ausführungsbestimmungen aufgrund der Pandemieentwicklung geschuldet, meint Loeffler. Er erklärt:

Durch die Maßnahmen der Grenzüberwachung zu Österreich, Absage aller Veranstaltungen im Tegernseer Tal, ein nicht unerheblicher Rückgang im Bereich der touristischen Übernachtung und nicht zuletzt dem unermüdlichem Einsatz der eingesetzten Polizeibeamten ist dies zu begründen.

Auch die Aufklärungsquote ist von 67,1 Prozent auf 73, 1 Prozent gestiegen. Zusätzlich heißt es in dem Bericht, dass die Häufigkeitsziffer (also die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner) im Dienstbereich der PI Bad Wiessee erkennbar unter dem Schnitt des Landkreises Miesbach liegt. „Somit ist die statistische Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, hier deutlich geringer“, deutet Loeffler die Zahlen.

Trotz der Corona-Pandemie und den Einschränkungen konnten letztes Jahr insgesamt 42 Veranstaltungen an Schulen zur Kriminalprävention von der Jugendbeamtin Regina Reifenstuhl durchgeführt werden.

Mehr Verkehrsüberwachung – weniger Unfälle

Auch bei den Verkehrsunfällen konnte ein Rückgang festgestellt werden. Während es 2019 noch 896 Unfälle gab, ist die Zahl in diesem Jahr auf 749 zurückgegangen. Allerdings merkt Loeffler an:

Leider stieg die Zahl der verletzten Personen von 141 auf 147 Geschädigte. Zudem mussten zwei tödliche Verkehrsunfälle berichtet werden.

Die Hauptunfallursache Geschwindigkeit habe auch bei der Zahl der Verletzten den erheblichen Anteil, heißt es weiter. „Erfreulich ist der Rückgang der Unfälle mit Fahrerflucht auf 195 Fälle, von den 44 Prozent auch aufgeklärt werden konnten“. Auch verringerten sich die Unfälle unter Alkoholeinfluss auf 13 Unfälle. Im Gegenzug stiegen die Fahrten unter Alkohol ohne Unfall auf 40 Vorfälle im vergangenen Jahr. „Zudem war es möglich, erneut keinen Schulwegunfall zu vermelden“.

Im Jahr 2020 wurde von der PI Bad Wiessee der Bereich der Verkehrsbewachung gesteigert. Insgesamt werden von der Polizei 633 Verwarnung und Anzeigen in diesem Bereich gemeldet. Die Geschwindigkeit von Fahrzeugen wurde 98 mal mit dem Laserhandmessgerät gemessen. Hier kam es zu 78 Beanstandungen.

Die vierten Klassen in den Grundschulen waren im letzten Jahr wieder an der Reihe, vor die Fahrradprüfung gestellt zu werden. Im Rahmen der Jugendverkehrsschule durch den Jugendverkehrserzieher, Herr Ruttkowski, konnten 285 Kinder ihren „Führerschein“ erhalten. Weiter konnte an sieben Kindergärten das Schulwegtraining mit 159 Kinder erfolgreich abgeschlossen werden.

Veranstaltungen, Wassereinsätze und Dienstbereich Berg

Veranstaltungen wurden im letzten Jahr nicht gerade viele durchgeführt. Aber immerhin ein paar, denn zum Jahresanfang blieben noch einige große Ereignisse unberührt von der Pandemie. So besuchte Fürst Albert von Monaco im Rahmen des Ludwig-Erhard-Gipfels den Tegernsee und einen Monat später wurde der Gmunder Faschingszug durchgeführt. Insgesamt wurden im vergangen Jahr 25 Veranstaltungen durchgeführt, um die sich die Polizeiinspektion Bad Wiessee kümmerte. Zudem wurden fünf politische Versammlungen mit nicht unerheblichem personellem und zeitlichem Aufwand betreut, berichtet Loeffler.

Auch auf dem Wasser war einiges los. Insgesamt 202 Einsatzstunden wurden im vergangenen Jahr durch sechs Bootsführer und dem Polizeiboot durchgeführt. In den Bergen ist die Polizei ebenfalls im Einsatz, die dortigen Bereiche werden durch zwei Polizeibergführer und weitere Beamte übernommen.


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