Tegernseer Tal Montgolfiade: Kritik an Durchführung und Rahmenprogramm

Veranstalter Julian Siebach auf der Montgolfiade / Aufnahme vom 29. Januar 2011

Ergänzung vom 09. Januar / 08:04 Uhr
In einem gestrigen Kommentar hat sich ein Leser negativ über die Montgolfiade geäußert. Ob die Kritik berechtigt war, haben wir den Veranstalter Julian Siebach gefragt. Den Leserkommentar aber auch die Antwort von Herrn Siebach wollen wir nicht vorenthalten.
Klar ist, dass bei einer Veranstaltung wie der Montgolfiade nicht alles immer reibungslos laufen kann, aber lesen Sie selbst:

Sehr geehrter Herr Siebach,

leider kann ich mich Ihnen nicht anschließen,
für mich und viele andere Besucher war die Golfiade ein Reinfall.
Donnerstag und Freitag wurde nicht gefahren, was aber aus Sicherheitsgründen verständlich war.
Bedauerlich ein Ersatzprogramm gab es aber auch nicht, kein Ballon aufgestellt und keine Möglichkeit sich bei Ballonfahrern zu Informieren usw. ich selbst hätte schon erwartet, dass Simulierte Startvorbereitungen getroffen werden und auch für Fotografen ein bisschen Luftfahrtshow angedeutet wird.
Bei anderen Golfiaden stehen immer ein paar Ballons damit die Besucher etwas zu sehen und bestaunen haben. In Tegernsee aber sind wir für nix angereist an zwei Tagen, nicht nur wir, sondern viele andere Besucher sind dann Mittags wieder gefahren.
Wir hätten auch nicht erwartet, dass alle 40 Ballone aufgeblasen werden sondern einfach eine kleine Anzahl evtl. ein viertel der Teilnehmer im Wechsel der Tage.
Bis Mittag war kein Standl geöffnet, also sind wir weiter zum Achensee gefahren und haben diese zwei Tage anderweitig genossen.

Ich denke, dass es zwar für mich etwas aufwändiger ist zur Warsteiner Montgolfiade zu Reisen dafür aber Effektiver, hier wird wohl auch ein Ersatzprogramm geboten, auch wenn kein Ballon aufsteigen kann.

Vielleicht überdenken Sie meine Anregung.

Und hier die Antwort von Julian Siebach:

Sehr geehrter Herr Rogler,

sicherlich haben Sie in einigen Punkten Recht und zum anderen auch teilweise eben nicht so Ganz.
Es freut mich, dass wir mit der wohl bedeutensten Montgolfiade überhaupt verglichen werden, eine Messlatte die sehr hoch liegt; aber wir wollen uns immer mit den Besten messen!
Die Tage Donnerstag und Freitag bis 17:00 Uhr sind immer als reine „TeamTage“ deklariert gewesen, das haben wir nun im ersten Jahr auch so übernommen – über eine Änderung kann man hier in jedem Fall nachdenken.

Die weiteren Kritikpunkte sind sicherlich in gewisser Weise subjektiv, aber für uns in keinem Falle unrelevant. Wir werden uns verbessern. Jedoch lasse ich nicht ab, dass diese Montgolfiade verbunden mit dem kompletten Re-Launch ein sehr großer Erfolg und Gewinn für das Tegernseer Tal war.

Ursprünglicher Artikel vom 30. Januar mit der Überschrift “Tegernseer Tal Montgolfiade: Ein erstes Fazit des Veranstalters‎”:
Die Montgolfiade geht heute, nach 4 Tagen, zu Ende. Zeit ein kurzes Fazit zu ziehen: Das Wetter? Theoretisch schön, in der Praxis sehr wechselhaft. Das Rahmenprogramm an sich? Gut besucht, gefühlt hätten es aber gerade am Abend bei den Veranstaltungen etwas mehr Besucher sein können.

Aber da Gefühle keine gute Basis für ein sinnvolles Fazit bilden, haben wir direkt mal den Veranstalter Julian Siebach gefragt:

Hallo Herr Siebach, eine Einstiegsfrage: Wie zufrieden sind Sie mit den vergangenen vier Tagen?

Julian Siebach: Wir sind eigentlich sehr zufrieden. Wir hatten ja 2 Tage an denen wir Ballonfahren konnten auch wenn nur etwa 14 von 42 Ballons gestartet sind aber immerhin. Und wir hatten viele, viele Besucher von denen wir auch ein sehr positives Feedback bekommen haben.

Wieviele Besucher haben die Montgolfiade in diesem Jahr besucht?

Julian Siebach: Nageln Sie mich nicht fest. Aber ich denke von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abend werden wir auf gut 12.000 Besucher kommen.

Können Sie sagen wieviele Mitarbeiter an der Montgolfiade mithelfen?

Julian Siebach: Bei der Feuerwehr waren das 15 Leute, bei der Verkehrssteuerung 20, von der Agentur zu Spitzenzeiten 35, von der TTT 10 – alles in allem also also schon einige die sich um die Gäste kümmern.

Bei dem ganzen Aufwand mit Band, Equipment, Personal, Werbung etc. ist das für Sie ein Draufzahlgeschäft oder wird dieses Jahr schon eine schwarze Null erreicht?

Julian Siebach: In diesem Jahr war es in der Konstellation ein Neuanfang. Und da ist es ganz normal dass man erstmal investieren muss. Ich denke wenn wir realistisch alle personalstunden mit einkalkulieren würde, wären wir von einer schwarzen Null weit enfernt. Das Ziel in diesem Jahr war es aber auch die exyternen Kosten in den Griff zu bekommen. Und ich denke mal dass wir da auf einem guten Weg sind.

Wieviel Schlaf hatten Sie persönlich in den letzten 5 Tagen?

Julian Siebach: Etwas weniger als sonst. Zwischen 3 und 4 Stunden pro Tag waren es aber schon.

Ihrer Meinung nach ganz kurz. Was war der größte Erfolg und was die größte Pleite der letzten Tage?

Julian Siebach: Die Montihütte ist ganz klar der große Gewinner der Montgolfiade. Das Konzept kam sehr gut an und demzufolge war sie auch rappelvoll.
Ansonsten könnten die zwei Abende etwas besser besucht gewesen sein. Zum einen war der erste Abend mit der Tal Party etwas spärlicher. Und auch am Samstag bei Wolfgang Krebs können wir noch 150 mehr reinsetzen. Da müssen wir sicherlich noch dran arbeiten.

Die Verantwortung war ja dieses Jahr zum ersten Mal aufgeteilt. Die TTT hatte sich um den Ballonteil gekümmert. Und Sie um die komplette Veranstaltung. Wie war die Zusammenarbeit?

Julian Siebach: Das lief ganz gut. Und es war auch unser Wunsch das so durchzuführen. In den kommenden Gesprächen müssen wir schauen wie wir das dann im nächsten Jahr durchziehen.

Nicht immer und auch nicht bei allen Teams hat es mit den Starts bei der diesjährigen Montgolfiade geklappt.

Eine ausführliche Fotostrecke von der Montgolfiade am Freitag und Samstag gibt es im folgenden Artikel.

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