Gastgewerbe darf wieder starten

Tegernseer Tal steht besser da als München

Acht Wochen keine Touristen im Tal. Das Gastgewerbe hatte hart zu kämpfen. Seit Samstag nun sind die ersten Gäste wieder am Tegernsee. Und das Tegernseer Tal scheint besser dazustehen, als beispielsweise München.

Das Tal steht besser da als München / Quelle: Peter Posztos

Rund acht Wochen musste der Tourismus im Tegernseer Tal ohne Touristen auskommen. Corona hat vor allem die Hotellerie und Gastronomie enorm getroffen. „Die Folge waren nie dagewesene Einbrüche der Übernachtungszahlen, extreme Umsatzeinbrüche über alle Leistungsträger im Tourismus verteilt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS).

Seit Samstag den 30. Mai dürfen nun endlich wieder Übernachtungsgäste an den See kommen. Für die Hotels und Gästehäuser bedeutet das ein Schritt in Richtung Normalität, verbunden mit großen Herausforderungen.

„Wir freuen uns, dass es am 30. Mai wieder langsam losgehen kann“, sagt Evi Krinner, Marketingleitung bei der ATS, vergangene Woche. „Zwar müssen sich unsere Gastgeber an einige Neuigkeiten gewöhnen, wie zum Beispiel die Kontaktbeschränkungen oder strenge Hygienevorgaben, aber wir sind davon überzeugt, dass Tourismus ‚auch mit Corona‘ bei uns möglich ist.“

“Wir sind nicht überrollt worden”

Der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Christian Kausch zeigt sich mit dem Start soweit positiv.

Insgesamt sind wir aber zufrieden mit dem Start. Wir sind nicht überrollt worden, zu wenig ist aber auch nicht los. Es gibt viele Gastgeber, die für die nächsten Wochen sehr gut gebucht sind.

Genauso gebe es aber die, die erheblich zu kämpfen haben. Es gelte nun vor allem, das weggebrochene Geschäft aus Gruppen, Tagungen, Veranstaltungen, ausländischen Gästen etc. mit Individualgästen auszugleichen. Doch das ist nicht alles. „Hinzu kommen die Beschränkungen in Gastronomie oder im Wellnessbereich, was erhebliche Umsatzausfälle bedeutet, sowie die Hygieneauflagen, die nicht unerhebliche Kosten verursachen“, weiß Kausch.

Tegernseer Tal steht besser da, als München

Die Stimmung sei den Umständen entsprechend gut, da man nun endlich wieder Gäste beherbergen darf und das Tegernseer Tal im Vergleich zu anderen Regionen oder gar München besser dastehe. „Die Stimmung in der Gastronomie ist da schon angespannter. So, wie ich es übermittelt bekomme, funktioniert das Außengeschäft gut, wobei die Wirtschaftlichkeit auf einem anderen Blatt steht. Es zeigt sich, dass die Gäste ungern nach drinnen gehen, was aber hier scheinbar auch besser angenommen wird, als woanders“, berichtet Kausch.

Auch wenn der Tagestourismus immer wieder in Kritik stehe, sei er dennoch extrem wichtig für das Tal. 200 Gastronomiebetriebe könnten ohne ihn nicht bestehen und der Einzelhandel schon gar nicht. Belegbare Zahlen habe man aktuell noch nicht. Trotzdem könne man schon sagen, dass in der Summe weniger los sei als im Juni des vergangenen Jahres – „auch wenn es vielleicht nicht so wirkt“, fügt Kausch hinzu.

Ein Packerl für die Gastgeber

Auch die Tourist-Informationen haben jetzt wieder geöffnet. Die ATS hat außerdem ein eigenes Saisonstart-Packerl für die Gastgeber in der Region zusammengestellt, mit zahlreichen interessanten und nützlichen Informationen und Inhalten rund um den ‚Urlaub mit Corona‘ in der Region.

Es beinhaltet beispielsweise eine neue Karte der Region mit Ausflugstipps zu weniger bekannten Plätzen, Plakate für das eigene Haus mit den wichtigsten Hygienevorschriften und einem Hinweis auf den neuen Live-Ticker der Region unter www.tegernsee-schliersee.de/live-ticker sowie eine kleine Auswahl an Hygieneartikeln. Die Saisonstart-Packerl sind ab dem 30.5. in den Tourist-Informationen der Region erhältlich oder können bei der ATS bestellt werden.

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