Tegernseer Unternehmertag gibt die Marschrichtung vor

Von Redaktion

Am 15. und 16. März dieses Jahres war es so weit, am 28. und 29. März 2019 folgt die 13. Auflage. Der Unternehmertag am Tegernsee ist eine Erfolgsstory ohnegleichen, die mit den 500 einflussreichsten Persönlichkeiten aus dem Netzwerk von Mountain Partners aufwartet.

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Angesichts klingender Namen wie Joachim Gauck, Joschka Fischer oder Edward Snowden hat sich das Event nicht von ungefähr zum Networking-Mekka gemausert. Die Einschätzung von IEG-Geschäftsführer Lars Härle, die „Schöne Neue Welt“ würde in den kommenden 2 Jahren von den Themen „Enterprise Mobility“ und „Deep Learning“ beherrscht, scheint etwas zu kurz gegriffen zu sein. Immerhin hat Co-Geschäftsführer Stefan Heilmann keine zwei Wochen später auf dem Blockchain Venture Summit in Istanbul die Trommel für die Kryptowährungen gerührt.
 

Die Entmystifizierung der Kryptowährungen tut not

 
Noch sind die Geschäfte äußerst rar, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Gulielmo Design in Holzkirchen ist eine solche rühmliche Ausnahme, die mit der Zeit geht. Ehe die bekannteste Kryptowährung mithin von der breiten Masse vorbehaltlos akzeptiert wird, fließt noch viel Wasser den Berg hinunter. Dafür ist es um die Erfolgsaussichten von Stellar Lumens umso besser bestellt.

Der Stellar Coin, auch Lumen oder XML Coin genannt, kann über mangelndes Interesse nicht klagen. Mit IBM hat er mächtige Firmen hinter sich, die ihn für den praktischen Alltag fit machen. Ins Unreine gesprochen ermöglichen Stellar Lumens Banktransfers ohne Transaktionsgebühren. Dies kommt insbesondere Touristen beim Währungswechsel zugute.

Zwar fallen auch bei Stellar Transaktionskosten an, die sind allerdings verschwindend gering. Dafür steht Touristen unter fremden Sternen bei Bedarf das Geld in 3–4 Sekunden zur Verfügung. Was das für die Ferienregion Tegernsee praktisch bedeutet, lässt sich nur erahnen. 356.257 Gäste, 1.531.676 Übernachtungen und 4,30 Tage Aufenthaltsdauer 2017 sprechen allerdings eine klare Sprache, selbst wenn zur Stunde noch 92,87 % der Gäste aus deutschen Landen kommen.
 
Die Umstellung auf die Kryptowährung sollte nicht schwerfallen. So ist bei eToro und CryptoGo der Bezug von Stellar Lumens mit Paypal, Kreditkarte, Banküberweisung und Bitcoin möglich. Vielleicht kokettiert der ein oder andere auch mit einer langfristigen Investition. Gesetzt den Fall, dass der Stellar Coin langfristig Renditen abwerfen soll, ist es ratsam, ihn wenigstens ein Jahr zu behalten. Denn damit lässt sich die Spekulationssteuer umgehen.
 

Enterprise Mobility mit BYOD-Mitarbeitern

 
Florian Langenscheidt, dessen Ururgroßvater 1856 den weltbekannten Fremdsprachenverlag gegründet hat, kann ein Lied davon singen. Dem Emporkömmling Wikipedia die Stirn zu bieten war ihm als maßgeblichem Verantwortlichen für elektronische Medien bei Brockhaus und Duden kein Leichtes. Insofern dürfte die Frage „Digitalisierung — Fluch oder Segen?“, über die er ausführlich auf dem diesjährigen Unternehmertag am Tegernsee referierte, wohl rhetorisch sein.

Die Herausforderungen des digitalen Aufbruchs für Unternehmen sind gleichwohl vielfältiger Natur. So ist die „Enterprise Mobility“ in aller Munde. An Smartphones, Tablets und Wearables wie Smartwatches und Smartglasses für Mitarbeiter führt scheintbar kein Weg mehr vorbei. Wenn selbst hybride Endgeräte wie Phablets (Mischform aus Smartphone und Tablet) oder Convertibles (Mischform aus Tablet und Laptop) im Kommen sind, kann man es den Unternehmen nicht verdenken, dass sie die Fragmentierung des Marktes auf sogenannte BYOD-Mitarbeiter abwälzen. Devise: Bring your own device! Heißt im Klartext: Die Mitarbeiter nutzen ihre eigenen Mobilgeräte sowohl privat als auch beruflich. Ob die sensiblen Unternehmensdaten dabei noch länger in sicheren Händen sind, steht auf einem anderen Blatt.
 

Mit Deep Learning brechen spannende Zeiten in der KI an

 
An sich ist die Technik ein alter Hut. Sie hat schon gezählte drei Jahrzehnte auf dem Buckel, doch erst in jüngster Zeit dürfte ihr das gelingen, woran sie bisher scheiterte. In Bälde wird Deep Learning wie selbstverständlich Sprache verstehen, Gesichter erkennen, ja sogar simple Probleme lösen. Dabei orientiert sich Deep Learning an der Arbeitsweise des Gehirns. Der Lernfortschritt dieser Rechenverfahren ist der Erfahrung geschuldet.

Passgenau ändern sie die Stärke der simulierten Neuronenverbindungen. Dass Deep Learning mit Siebenmeilenstiefeln zu neuen Ufern aufbricht, beweist das Google Brain. Mit der Million simulierter Neurone und der Milliarde simulierter Verbindungen hat es alle früheren künstlichen neuronalen Netze um das Zehnfache überboten. Von daher überrascht es wenig, dass Softwareriesen wie Google, IBM oder Apple nichts unversucht lassen, sich die aussichtsreichen Start-ups der Szene einzuverleiben.

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Deep Learning hat unstreitig das Zeug, die künstliche Intelligenz endlich profitabel und praktikabel zu machen. Die Wissenschaft bedient sich dieser Rechenverfahren jedenfalls zur Stunde schon reichlich. So bringt der Informatiker William Stafford Noble von der University of Washington seinem Computer mithilfe von Deep Learning bei, aus der vorgegebenen Aminosäuresequenz die Struktur des daraus entstehenden Proteins abzuleiten.

Bleibt bei so viel Wissensdurst nur zu hoffen, dass das Vergnügen nicht zu kurz kommt. Jedenfalls wäre das im Sinne von Cornelius Boersch, dem Gründer von Mountain Partners. Ohne Spaß ist, wie er betont, der Unternehmertag am Tegernsee nichts Halbes und nichts Ganzes.

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