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Tetrafunk die xte Veranstaltung – eine Glaubensfrage

Von Redaktion

Bei der Veranstaltung im Bräuwirt Miesbach

Der BOS-Funk betrifft uns alle. Auf dem Tegernseer Neureuthaus, auf dem Ringberg und in Wildbad Kreuth sind Sendemasten für den digitalen Behördenfunk Tetra geplant.

Insgesamt 17 bis 20 Standorte sollen im gesamten Landkreis für neue Masten gefunden werden. Das sagt zumindest die Bürgerinitiative „Tetrafunkfreier Landkreis Miesbach“. Doch zum umstrittenen Funknetz stehen zur Zeit jede Menge Fragen im Raum.

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Das primäre Ziel der neuen Technik ist es das “Chaos” im Funk der Rettungs-und Hilfsdienste zu beseitigen. Die Behauptung, der Analogfunk sei zu störanfällig und werde demzufolge nicht mehr weiter entwickelt, steht derzeit im Raum.

Nachdem im Mai die Bürgerinitiative noch zu einer eigenen Veranstaltung eingeladen hatte, fand gestern Abend im Bräuwirt Miesbach ein weiteres Treffen zum Thema Tetrafunk statt. Unter der Moderation von Bürgermeisterin Ingrid Pongratz referierten die Vertreter der Projektgruppe DigiNet über die Möglichkeiten und den Stand der Planungen.

Gegner und Befürworter: viele Argumente – keine Lösungen

Laut der gestrigen Aussagen der Referenten ist die neue Technik bereits in über 100 Staaten weltweit, davon in elf europäischen im praktischen Einsatz. 3500 alte Stationen und Einrichtungen werden abgebaut, die angesprochenen 17 bis 20 im Landkreis neu errichtet. Dabei sollen die gesetzlichen Vorgaben voll eingehalten werden. Ein weiterer Pluspunkt: die Neuanschaffung wird zu 80% staatlich gefördert.

In der folgenden Diskussion kamen dann Gegner und Befürworter des Vorhabens zu Wort. Die Bürgerinitiative wurde dabei von Reinhard Lohmann vertreten. Wie erwartet ging es im emotionalsten Teil der Diskussion um die Frage ob der geplante Behördenfunk gesundheitsschädigend sei oder nicht!

Klar wurde aber, dass hierbei keine auf Fakten basierende Aussage möglich ist. Besonders nicht einen längeren Zeitraum von fünf bis zehn Jahren betreffend. Der Tetrafunk bleibt also weiterhin eine Glaubensfrage, über die sich unendlich streiten lässt. Und über die auch weiter gestritten werden wird. Soviel konnte man gestern Abend erahnen.

Eine kleine Schlussbemerkung mit einer Diskussionsthese: Warum kommt es in den letzten Jahren immer mehr zur Auflehnung gegen staatliche Entscheidungen? Könnte es sein, dass wir unseren Politikern immer weniger “über den Weg trauen”? Nennt man diesen Vorgang “Vertrauensverlust” ? Was sind die Ursachen dafür?


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